416 Kompressor-PS in Coupé und Cabrio: Premiere auf der London Motorshow

Jaguar bringt eine neue starke Version der XK-Varianten Coupé und Cabrio: den XKR. Auf der London Motorshow (20. bis 30. Juli 2006) feiert der rasante Sportler seine Weltpremiere. Der XKR unterscheidet sich optisch von den zivilen XK-Ausführungen durch einen geänderten Frontstoßfänger und ein Aluminium-Finish für den oberen Maschendrahtgrill. Weitere Merkmale sind seitliche Lüftungskiemen in Alu-Optik, Kühlluftschlitze in der Motorhaube sowie schwarze Bremssättel mit ,R"-Logo. Den athletischen Auftritt unterstreichen exklusiv gestylte 19- und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie eine vierflutige Auspuffanlage.

Mehr Seitenhalt für die Sitze
Im Cockpit sollen eigens für den XKR konstruierte Sitze mehr Seitenhalt für Fahrer und Beifahrer bieten. Eine besondere Note schaffen Aluminium-Paneele in ausdrucksvoller Flechtoptik, die Jaguar erstmals in der Konzeptstudie ,Advanced Lightweight Coupé" vorgestellt hat. Alternativ ist auch die klassisch-luxuriöse Auskleidung mit poliertem Walnusswurzelholz erhältlich. Bei der ,Luxus Sport"-Ausstattung sind das Armaturenbrett, die Türinnenverkleidungen und die Mittelkonsole mit Softgrain-Leder überzogen. Zudem sind die Sitze 16-fach elektrisch einstellbar.

Kompressor-geladener V8
Per Starterknopf erwacht das von einem Kompressor aufgeladene V8-Triebwerk zum Leben. Der mechanisch angetriebene Supercharger sorgt für mächtigen Zusatz-Schub. Mit 416 PS bei 6.250 Touren und einem maximalen Drehmoment von 560 Newtonmetern bei 4.000 Umdrehungen im Rücken beschleunigt das XKR Coupé in 5,2 Sekunden (Cabriolet: 5,3) Sekunden von 0 auf 100 km/h und wird bei 250 km/h abgeregelt. Damit das für einen Kompressor typische Geräusch keine Disharmonien verursacht, hat Jaguar den Geräuschpegel des Laders im Vergleich zum Vorgänger-Aggregat um fünf d(B)A gesenkt.

Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen
Geschaltet wird im Jaguar XKR über eine Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen. Das System besteht aus direkt am Lenkrad angebrachten Paddles und einem konventionellen Wählhebel auf der Mittelkonsole. Insgesamt hat der Fahrer die Wahl zwischen drei Automatik- und einer sequentiellen Schalt-Option. Der manuelle Modus wird durch einmaliges Drücken der Schaltwippen am Lenkrad automatisch aktiviert. Zwischen dem Betätigen der Schaltwippe und dem Abschluss des Schaltvorgangs vergehen nur 600 Millisekunden.

Leichte Monocoque-Karosserie
Die Monocoque-Karosserie aus genietetem und verklebtem Aluminium führte Jaguar erstmals in der XJ-Limousine ein. Die aus der Luft- und Raumfahrt adaptierte Technologie unterscheidet sich von einem Alu-Gitterrohrrahmen mit separaten Aluminiumblechen. Beim XK/XKR steigerte Jaguar den Anteil leichter Gussteile und Strangpressprofile von elf auf 25 Prozent. So soll das Cabrio genauso verwindungssteif sein wie das Coupé aus der ersten Generation.

Cabrio: Abgestimmt wir das Coupé
Dank der Stärke der XK-Fahrgastzelle kann Jaguar die sportlich-dynamische Fahrwerksabstimmung des Coupés auch für die offene Version übernehmen. Die einzige Modifikation im Vergleich zu den zivilen XK-Versionen ist eine zusätzliche Strebe zwischen den hinteren Stoßdämpferdomen. Außerdem wurden Feder- und Dämpferraten erhöht. Die geschwindigkeitsabhängig geregelte Servotronic soll nun direkter ansprechen und mehr Feedback zur Straße bieten. Das computergesteuerte CATS-Fahrwerk sowie ein neues, abschaltbares Stabilitätsprogramm samt elektronischer Traktionskontrolle wurde für den XKR neu abgestimmt.

Mehr Bremsleistung an der Vorderachse
Der XKR wird durch größere Bremsscheiben an der Vorderachse verzögert. Der Durchmesser der innenbelüfteten Scheiben nahm im Vergleich zum Vorgänger von 326 auf 355 Millimeter, die Dicke von 30 auf 32 Millimeter zu.

Ab 94.990 Euro
Bestellungen für den neuen Jaguar XKR nimmt Jaguar ab Juli entgegen, im Herbst 2006 soll der starke Wagen auf den Markt kommen. Das XKR Coupé ist ab 94.990 Euro erhältlich, das XKR Cabriolet gibt es ab 102.990 Euro.
(hd)

Jaguar XKR: Das Raubtier