In Europa wird der neue Japaner früher als im Heimatland verkauft

Nissan stellt auf dem Auto-Salon in Genf vom 8. bis 18. März 2007 die neue Generation des X-Trail vor. Im Vergleich zum Vorgänger wuchs der Radstand um fünf auf 2.630, die Gesamtlänge um 175 auf 4.630 Millimeter. Der neue X-Trail basiert – wie auch der Nissan Qashqai – auf der C-Plattform der Renault-Nissan-Allianz.

Das Design interpretiert vertraute Themen neu
Trotz der kompletten optischen Überarbeitung hat sich der X-Trail seinen Wiedererkennungswert erhalten. Designmerkmale wie die markante Schulter- und die gerade durchgezogene Fensterlinie tauchen ebenso wieder auf wie die eckigen Scheinwerfer und die senkrecht bis ins Dach gezogenen Heckleuchten. Die markanteste Änderung hat die D-Säule erfahren, die nun deutlich breiter als bisher ist. Zusammen mit den voluminöseren Radkästen und Stoßfängern sowie dem Nissan-typischen Grill wirkt der neue SUV robuster.

Interieur mit Soft-touch-Oberfläche
Im Cockpit kommen gemaserte Kunststoffe in kontrastierenden Farben zum Einsatz. Je nach Ausstattung glänzen die Einfassungen der Rundinstrumente, der Drehregler in der Mittelkonsole und der Schalthebelkulisse in einem Silber- oder Titan-Finish.

Verlegter Instrumententräger
Die Instrumente wanderten aus der Mittelkonsole hinter das Lenkrad ins Blickfeld des Fahrers. So gibt es in der Mitte nun genügend Platz für ein großes Navigations-Display und einem integrierten Sechsfach-CD-Wechsler.

Höheres Kofferraumvolumen
Das Kofferraum-Volumen wuchs um 145 auf 555 Liter. Damit wurde Platz frei für einen doppelbödigen Kofferraum mit einer ausziehbaren Schublade. Diese verfügt zusätzlich über verschiebbare Trennelemente, die an verschiedenen Punkten eingesetzt werden können. Wer will, kann das Schubfach und den oberen Ladeboden ganz demontieren. Dies erhöht die nutzbare Laderaumhöhe im Vergleich zum Vorgängermodell um 127 Millimeter.

Neue und überarbeitete Motoren
Das Motorenangebot hat Nissan von drei auf vier Aggregate erweitert. Lediglich der 2,5-Liter-Benziner mit 166 PS wurde übernommen – wenn auch in überarbeiteter Form. Die Common-Rail-Turbodiesel mit 150 und 173 PS sowie ein 140 PS starker Benziner sind komplette Neukonstruktionen. Beide Selbstzünder sind ab Werk mit einem Dieselpartikelfilter bestückt. Serienmäßig wird in den dCi-Modellen über ein manuelles Sechsgang-Getriebe geschaltet. Optional steht zum ersten Mal bei einem X-Trail-Diesel auch ein Sechsstufen-Automatikgetriebe im Angebot. Bei den Benzinern stellt ein stufenloses CVT-Getriebe die Alternative zum Handschalter da.

Neues Allradsystem
Das neue All-Mode-Allradsystem bietet zwei elektronische Helfer namens DDS für Bergab- und USS für Bergauffahrten. USS soll den X-Trail an Steigungen von zehn Grad und mehr so lange festhalten, bis der Fahrer losfährt. Im Gegenzug soll DDS den Piloten beim Meistern starker Gefällstrecken unterstützen. Damit fährt das Fahrzeug mit maximal sieben km/h steile Abfahrten hinunter, ohne dass gebremst werden muss.

Europaweiter Verkaufsstart im Sommer
Der im japanischen Werk Kysuhu produzierte X-Trail geht im Sommer europaweit in den Verkauf. Weil der Erfolg des Vorgängers laut Hersteller speziell in Europa sehr groß war, rollt er hierzulande früher zu den Händlern als in Japan. Das hat es in der Nissan-Geschichte bei einem im Heimatland produzierten Auto bisher noch nicht gegeben. Zum Preis machte das Unternehmen noch keine Angaben.

Bildergalerie: Allradler frisch aufgelegt