Konzeptstudien mit Elektro- und Dieselmotoren auf der Tokyo Motor Show

Drei neue Konzeptfahrzeuge bringt Mitsubishi auf die 40. Tokyo Motorshow (27. Oktober bis 11. November 2007) mit. Eines ist ein Elektrofahrzeug, die anderen beiden werden von Dieselmotoren angetrieben – für das wenig dieselfreundliche Japan eine exotische Lösung.

i-MiEV Sport mit drei Elektromotoren
Auf dem Elektrofahrzeug i-EV, das auf der IAA zu sehen war, beruht der i-MiEV Sport (innovative Mitsubishi Electric Vehicle). Der 3,45 Meter lange Kleinstwagen ist ein 2+2-Sitzer. Der Antrieb besteht aus radintegrierten Elektromotoren an der Vorderachse und einem Einzel-Elektromotor im Heck. Um Energie zu sparen, ist der i-MiEV Sport mit einem Photovoltaik-System im Dach und einem System zur Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet. Die beiden Radmotoren leisten je 27 PS, der Heckmotor bringt 64 PS. Beeindruckender sind die Drehmomentwerte: Vorne gibt es zweimal 250 Newtonmeter, hinten 180 Newtonmeter.
Ebenfalls respektabel ist die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Die Reichweite ist allerdings mit 200 Kilometer nicht gerade berauschend.

Antriebskraft radindividuell kontrolliert
Ein elektronisches Steuersystem namens S-AWC soll Antriebskraft, Traktion und Bremskraftverteilung an allen vier Rädern kontrollieren. Neben dem Allradantrieb gehört dazu eine elektronisch gesteuerte aktive Drehmomentverteilung (E-AYC = Electric Active Yaw Control), welche die Kraft an der Hinterachse verteilt. Auch das ABS und das ESP sind in das System integriert.

Concept-ZT mit Pop-up-Motorhaube
Die Studie mit Elektroantrieb ist wohl in den nächsten Jahren noch nicht zu verwirklichen. Realitätsnäher ist die zweite Studie namens Concept-ZT. Als Antrieb dient hier ein mit dem Doppelkupplungsgetriebe SST (Sport Shift Transmission) kombinierter 2,2-Liter-Diesel. Er leistet 190 PS und stellt 400 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Zum Spritverbrauch äußert sich Mitsubishi nicht, doch soll der Diesel besonders effizient sein. Darüber hinaus präsentiert der Concept-ZT innovative Assistenzsysteme und Sicherheitstechnologien. Dazu gehören Spurhalte- und Rangierhilfen, die durch ein Rundum-Kamera-System unterstützt werden. Eine so genannte Pop-up-Motorhaube entriegelt sich bei Fußgängerkollisionen selbsttätig und mindert dadurch die Aufprallhärte. Die 4,95 Meter lange Studie bietet vier Sitzplätze.

Concept-cX: SUV
Drittes Tokio-Exponat ist die kompakte SUV-Studie Concept-cX. Der für den Straßeneinsatz ausgelegte Softroader verfügt über einen neuen 1,8-Liter-Diesel mit Doppelkupplungsgetriebe. Für einen guten Zugang zum Laderaum sorgt eine Heckklappe in waagerechter Teilung nach dem Vorbild des neuen Outlander.

Bildergalerie: Drei Mitsubishi-Studien