Nissan stellt die dreisitzige Studie mit Elektroantrieb vor

Die japanischen Hersteller sind für ihre Experimentierfreudigkeit bekannt. Speziell auf der Tokyo Motor Show vom 27. Oktober bis zum 11. November 2007 werden zahlreiche interessante und ausgefallene Studien gezeigt. Eine dieser Studien war im Jahr 2005 der Nissan Pivo. Nun zeigt Nissan den Nachfolger des Dreisitzers mit Elektroantrieb. Wie schon bei der Erstauflage ist auch beim Pivo II eine drehbare Kabine der zentrale Hingucker. Kabellose ,Drive-by-wire"-Technologie ersetzt bei Lenkung, Bremsen und Getriebe mechanische Verbindungen wie Antriebswellen oder Hydraulikzylinder durch elektrische Leitungen. Darüber hinaus ist die Studie mit einer Reihe von Sicherheitssystemen wie ein Rundum-Monitor und einem Abstandskontrollsystem ausgestattet.

Roboter-Assistent soll für Harmonie sorgen
Laut Untersuchungen von Nissan sind positiv gestimmte Fahrer weniger häufig in Unfälle verwickelt als missmutig gestimmte Zeitgenossen. Auf dieser Basis soll beim Pivo II das Auto selbst positive Schwingungen ausstrahlen. Zu diesem Zweck findet man in der Studie den Roboterassistenten ,RA" als Vermittler zwischen Mensch und Auto. Nicht nur, dass der freundliche Roboterkollege mit dem Piloten kommuniziert, er hört ihm auch zu. Unter anderem durch neuartige Technologien zur Gesichtskontrolle schließt der elektronische Helfer auf die aktuelle Gemütsverfassung des Fahrers.

Studie als rollendes Versuchslabor
Der Antrieb des Pivo II erfolgt durch scheibenförmige Radnabenmotoren an allen vier Rädern. Dadurch wird die ausgefallene Form der Studie erst möglich. Wichtigstes Merkmal ist die komplett drehbar auf dem Fahrgestell gelagerte Kabine. In sie können Passagiere aus jeder beliebigen Richtung einsteigen. Der Fahrersitz ist zentral angeordnet, dahinter finden zwei weitere Reisende Platz. Die vollständig drehbare Glaskuppel lässt Wenden oder rückwärts fahren überflüssig werden. Dank des streng symmetrisch angelegten Unterbaus schaut der Fahrer in jeder Situation immer nach vorne. Zugleich lassen sich die Elektromotoren einzeln und unabhängig voneinander aktivieren, sodass sich der Pivo II bei Bedarf einem Krebs ähnlich seitlich bewegen kann.

Auto mit Gefühlssensor