Der Legend kommt nach zwei Jahren Abstinenz wieder auf den Markt

Was für Mercedes die E-Klasse, ist für Honda der Legend. Auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung fällt aber auf, dass es für den Honda Legend keine Sonderausstattung gibt. Zu einem Preis von 54.600 Euro bietet er so ziemlich jeglichen technischen Komfort, der momentan auf dem Markt ist.

In den USA schon erhältlich
Neu ist der Honda allerdings nicht. In den USA ist er bereits seit Ende 2004 auf dem Markt. Allein im letzten Jahr verkaufte er sich dort über 18.000-mal. Im Oktober 2006 soll schließlich nun die Europaversion mit 3,5-Liter-V6-Motor und 295 PS und einer schier unendlichen Anzahl an kostenfreien Ausstattungsextras auf den Markt kommen.

Fahrzeug denkt mit
So zum Beispiel die adaptive Geschwindigkeitsregelung. In ähnlicher Form gibt es das System bereits in den Topmodellen von Volvo und Mercedes. Allerdings nur gegen Aufpreis. Im Honda Legend sorgt sie dafür, dass bei Kolonnenfahrt ein konstanter Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehalten wird. Ein im Kühlergrill integriertes Radarsystem überprüft kontinuierlich den Abstand zum Vordermann und verlangsamt gegebenenfalls das eigene Fahrzeug. Bei Unterschreiten des Mindestabstandes warnt es den Fahrer und bremst im Bedarfsfall komplett ab.


Exakte Dosierung der Kraft
Ein weiteres Highlight ist der Allradantireb des Legend, das so genannte Super Handling All Wheel Drive (SH-AWD). Es kann das optimale Drehmoment nicht nur zwischen Vorder- und Hinterräder, sondern auch zwischen den beiden Hinterrädern separat aufgeteilt. So wird das Drehmoment genau dosiert an jedes einzelne Hinterrad geliefert, was zu einer neutralen, präzisen Lenkung und außergewöhnlich guten Kurvenstabilität führen soll. Während bei Geradeausfahrten und in gemäßigten Kurvenfahrten bis zu 70 Prozent der Kraft auf die Hinterräder geleitet wird, gelangen beim Beschleunigen und hoher Geschwindigkeit bis zu 70 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse.

Fußgängerfreundliche Motorhaube
Für einen besseren Schutz von Fußgängern sorgt die POP-UP-Motorhaube. Kommt es zu einer Kollision, signalisiert ein Berührungs-Sensor im vorderen Stoßfänger die Gefahr. In Sekundenbruchteilen schnellt durch Pyrotechnik der hintere Teil der Motorhaube um zehn Zentimeter nach oben. So entsteht ein Spalt zwischen Haube und den darüber liegenden harten und kantigen Bauteilen. Im Falle eines Unfalles mit Radfahrer oder Fußgänger, verformt sich lediglich das relativ weiche Haubenblech.

Klimatisierte Sitze
Auch im Innenraum setzt sich die Liste der Innovationen fort. Die Vordersitze verfügen über eine klimatisierte Sitzbelüftung und können durch einen Luftstrom leicht gekühlt oder erwärmt werden. Außerdem dienen die Informationen eines speziellen Solarsensors zur Einstellung von Temperatur und Luftstrom. So wird die Fahrzeugseite mit der größeren Sonneneinstrahlung stärker gekühlt, damit das Klima im Innenraum stets gleich ist.
(os)

Bildergalerie: Legenden sterben nie