Pilotprojekt in Großbritannien: Weltpremiere auf der Motor Show in London

Ab November 2006 gibt es den Smart Fortwo auch mit Elektroantrieb: Im Rahmen eines Pilotprojekts in Großbritannien werden rund 100 Smart Fortwo ev ausgewählten britischen Kunden als Leasingfahrzeuge angeboten. Der Smart Fortwo ev (electric vehicle) feiert seine Weltpremiere auf der British International Motor Show (20. bis 30. Juli 2006) in London.

41 PS starker Elektromotor
Den Antrieb übernimmt ein Elektromotor mit einer Leistung von 41 PS. Die Betriebskosten pro Kilometer sind dadurch niedriger als beim Zweitürer mit Benzinmotor. Laut Hersteller liegt der Fortwo-Benziner bei 0,06 Cent pro Kilometer, beim Stromer sollen rund 0,02 Euro pro Kilometer anfallen. Und: Der Smart Fortwo ev ist in London von der City-Maut befreit.

Am besten auf Kurzstrecken
Die Beschleunigung auf 60 km/h entspricht in etwa der des Benziners. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Der Verbrauch von 12 Kilowattstunden pro 100 Kilometer sorgen für eine Reichweite von 110 Kilometern. Die Zahlen deuten darauf hin: Der Smart Fortwo ev ist ein Fahrzeug, das gerade für Kurzstrecken geeignet ideal ist. Die Ladedauer von 30 auf 80 Prozent Batteriekapazität beträgt dreieinhalb Stunden. Die leere Batterie komplett aufzuladen, dauert nicht mehr als acht Stunden und ist damit über Nacht möglich. Die Ladebuchse für das Stromkabel befindet sich hinter der Tankklappe, wo sonst der Einfüllstutzen für Diesel oder Benzin sitzt.

Je ein Vorwärts- und Rückwärtsgang
Der Einbau des Elektroantriebs ist ohne aufwendige Modifikationen möglich: Der Motor sitzt im Heck, wo sonst der Verbrenner untergebracht ist. Dort befindet sich auch das Getriebe, das im zweiten Gang arretiert wurde. Der Smart Fortwo ev hat deshalb nicht die vom Zweitürer bekannte Schaltung, ihm reicht ein Vorwärts- und ein Rückwärtsgang.

Batterie im Unterboden
Die Ladezustandsanzeige befindet sich dort, wo sonst der Drehzahlmesser befestigt ist. Ansonsten ist nichts verändert: Innenraum und Kofferraumvolumen behalten die bisherige Größe. Selbst der Stromspeicher, beim Smart Fortwo ev eine Zebra- oder auch Sodium-Nickel-Chlorid Batterie, wiegt 60 Kilogramm und ist zentral im Unterboden platziert.

Kompetenz bei alternativen Antrieben
Smart forsch auf dem Gebiet der Alternativen Antriebe in verschiedene Richtungen: Bereits auf der IAA 2005 wurde mit der Studie Crosstown ein Hybridantrieb gezeigt, der Benzin- und Elektromotor miteinander kombinierte. Zudem gibt es Konzepte mit Erdgasantrieb sowie ein Mild-Hybrid und ein Diesel-Hybrid.
(hd)

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