Befeuert wird der Supersportwagen von einem Zwölfzylinder-BMW-Aggregat

Die italienische Designschmiede Giugiaro zeigt in Genf die Studie eines Supersportwagens mit Wasserstoffantrieb. Mit dem Vad.Ho möchten die Italiener neue Designmöglichkeiten ausloten und gleichzeitig umweltfreundliche Antriebssysteme fördern.

Kuppel neben dem Motor
Das auffälligste Merkmal des 4,55 Meter langen, 1,98 Meter breiten und 1,15 Meter hohen Fahrzeugs ist die Positionierung von Motor und Fahrgastzelle. Die Passagiere sitzen auf der linken Fahrzeugseite unter einer cockpitförmigen Kuppel aus Polycarbonat, während auf der rechten Seite auf selber Höhe der Motor und die Vorrichtungen für den Wasserstoffantrieb untergebracht wurden. Um zu den hintereinander angeordneten Sitzen zu gelangen, können die zwei Kuppelteile nach oben geklappt werden. Die Scharniere sind in der Fahrzeug-Mitte angeschlagen.

Front-Spoiler und Infrarot-Kamera
Die Front wird von einem großen Lufteinlass dominiert, in die Motorhaube wurde ein verstellbarer Spoiler integriert. Die Scheinwerfer befinden sich in einer spitz zulaufenden Vertiefung. Die Scheibenwischer wurden im unteren Bereich der Frontscheibe versenkt. Dank Rückfahrkameras konnte auf Außenspiegel verzichtet werden. Die Seitenansicht wird durch eine ansteigende Schulterlinie und das senkrecht abfallende Heck bestimmt. Letzteres wird durch zwei große Auspuff-Endrohre und einen mächtigen Heck-Diffusor sowie längliche Rückleuchten dominiert.

Zwölfzylinder-Wasserstoff-Aggregat
Das 1.150 Kilogramm schwere Fahrzeug wird von einem Zwölfzylinder-Wasserstoff-Aggregat von BMW befeuert. Das Triebwerk dürfte zwischen 260 und 285 PS leisten. Um dem Vortrieb Einhalt zu gebieten, kommen 380 Millimeter große Scheibenbremsen an der Vorder- und 355 Millimeter große Scheiben an der Hinterachse zum Einsatz. Über eine BMW-Siebengang-Automatik wird die Leistung an die Hinterräder weitergegeben. Der Vad.Ho steht auf 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, sie sind vorne mit 275er- und hinten mit 315er-Pneus bezogen.

Steuern per Joystick
Der Innenraum bietet laut Giugiaro mehr Platz als eine aktuelle Oberklasselimousine. Die Studie wird über Joysticks gesteuert, die in die Armlehnen eingelassen wurden. Sie ersetzen ein herkömmliches Lenkrad. Die Armaturentafel ist in Form einer Flugzeug-Anzeigekonsole gestaltet. Über Flüssigkristall-Displays sitzt ein Monitor für die Infrarot- und Rückfahrkamera sowie das Navigationssystem. Alle Display-Informationen können auch vom Mitfahrer über einen in die Rückseite des Fahrersitzes eingebauten Bildschirm betrachtet werden.

Airbags und Überrollbügel
Im Falle eines Aufpralls oder eines Überschlags bieten eine Verstärkung der Seitenwand, ein Überrollbügel sowie die in ,Schirmform" im Cockpit untergebrachten Airbags den Insassen Schutz.

Doppeldeutiger Name
Der Name Vad.Ho hat gleich zwei Bedeutungen: Er bezieht sich zum einen auf das Industriegebiet Vadò in Moncalieri, wo sich seit 1974 der Hauptgeschäftssitz von Italdesign Giugiaro befindet und zum anderen auf den Wasserstoffantrieb des Autos. ,Vado a H" bedeutet aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzt soviel wie ,Ich fahre mit H". H ist das chemische Element für Wasserstoff.

Heißer Umwelt-Renner