Alkohol im Tank und Frischluft um die Nase: Umwelttechnik im Cabrio

Ford präsentiert auf der British International Motorshow vom 20. bis 30. Juli 2006 eine Variante des neuen Focus Coupé-Cabriolet, die dank Ethanolmotor unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen soll. Diese Menge entspricht dem Verbrauch von 3,4 Litern Benzin.

Pflanzen im Tank
Das FFV (Flex Fuel Vehicle) verbrennt eine Mischung aus 15 Prozent Otto-Kraftstoff und 85 Prozent Ethanol. Da letzteres aus Weizen oder Zuckerrüben, also nachwachsenden Rohstoffen, gewonnen wird, ist der Kohlendioxid-Ausstoß entsprechend geringer als bei fossilen Erdölprodukten. Da Bio-Ethanol beim Starten kein zündfähiges Gemisch erzeugt, muss ein Anteil Benzin beigemischt werden. Der Kraftstoff mit dem Kürzel E85 ist bereits in Großbritannien und Schweden verbreitet, dort bieten Ford und Saab bereits Ethanol-Autos an. Unter anderem sind der Ford-Focus-Fünftürer und -Kombi sowie der Kompaktvan C-Max als FFV erhältlich.

Ford-Chef: Focus nach 2010 mit 3,4 Liter Verbrauch
Lewis Booth, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Ford Europa, hat am Vorabend der Londoner Messe zugesagt, dass der Konzern in den nächsten Jahren eine Milliarde Pfund, umgerechnet 1,39 Milliarden Euro, in umweltfreundliche Antriebstechnik investieren wird. Als Ergebnis dieser Investition soll der Verbrauch des Focus innerhalb von zehn Jahren auf 3,4 Liter sinken und der CO2–Ausstoß unter 100 Gramm pro Kilometer betragen. Insgesamt wollen Ford, Land Rover und Volvo nach 2010 so viel Kohlendioxid einsparen, wie eine 250.000-Einwohner-Stadt pro Jahr produziert.
(ao)

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