Neben einem Elektromotor bekommt der Koreaner eine stufenlose Automatik

In Zeiten einer allgegenwärtigen Klimaschutz-Diskussion und einer zunehmenden Thematisierung des CO2-Ausstoßes setzen immer mehr Hersteller auf Hybridfahrzeuge. Kia stellt in Genf den ersten Koreaner mit einem solchen Antrieb vor. Die Basis bildet der kompakte Rio, der mit einem zusätzlichen Elektromotor und Leichtbau-Elementen zum Rio Hybrid umgerüstet wurde.

Elektromotor und 90-PS-Benziner
Das Fahrzeug wird von einem 90 PS starken 1,4-Liter-Benziner und einem 16-PS-Elektromotor mit einem Drehmoment von 95 Newtonmetern angetrieben. Letzterer ist zwischen Schwungrad und Getriebe platziert und unterstützt den Verbrennungsmotor beim Starten, Beschleunigen und an Steigungen. Während der Fahrt schaltet sich das Elektroaggregat ab. Beim Verzögern wird die Bremsenergie genutzt, um die Batterie wieder aufzuladen.

CVT-Getriebe und Start-Stopp-Automatik
Der Rio-Hybrid ist das erste Modell von Kia, das mit einem stufenlosen CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission) ausgerüstet wurde. Er verfügt außerdem über eine Start-Stopp-Automatik. Diese schaltet im Stand beide Motoren ab, um sie erst bei Bedarf wieder neu zu starten.

Leichter trotz Hybridantrieb
Durch Leichtbau-Elemente konnte das Gesamtgewicht des Rio Hybrid gegenüber dem Serienmodell um 220 Kilogramm reduziert werden. Er beschleunigt in 12,2 Sekunden von null auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Der Verbrauch liegt bei 5,29 Liter auf 100 Kilometer. Die CO2-Emission beträgt 126 Gramm pro Kilometer. Zum Vergleich: Der 112 PS starke Hybrid-Pionier Toyota Prius braucht 4,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer und spurtet in 10,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Er ist zwar 10 km/h langsamer als der Rio, stößt jedoch nur 104 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Alltagstest durch koreanisches Ministerium
Mit dem Rio Hybrid möchte Kia auf sein Programm zur Entwicklung von Hybrid-Fahrzeugen hinweisen. Das Unternehmen hatte zusammen mit Hyundai angekündigt, dem koreanischen Umweltministerium in den kommenden zwei Jahren rund 3.400 solcher Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, um deren Alltagstauglichkeit zu testen. Für diese Flottentests unter Realbedingungen wurde der Rio Hybrid entwickelt.

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