Zur Auswahl stehen zwei Direkteinspritzer-Benzinmotoren mit 120 und 175 PS

Nach über 800.000 verkauften Exemplaren präsentiert sich der neue Mini in gründlich überarbeiteter Form. Die zweite Modellgeneration des modernen Mini geht mit komplett neu konstruierten Motoren, einem umfassend überarbeiteten Interieur und einem modifizierten Karosseriedesign an den Start.

Zwei neue Benzinmotoren mit innovativer Technik
Zur Markteinführung gibt es die Modellvarianten Cooper und Cooper S. Die Basisversion Mini One soll wenig später folgen. Als Antriebsaggregate stehen zwei Vierzylinder-Benzinmotoren mit jeweils 1,6 Litern Hubraum und 120 PS im Cooper und 175 PS im Cooper S mit Twin-Scroll-Turbolader zur Verfügung. Sein Bauprinzip ermöglicht einen besonders spontanen Leistungsaufbau. Der schwächere der beiden Motoren besitzt ein maximales Drehmoment von 140, der Größere von 240 Newtonmeter. Beide Aggregate sind die ersten Vertreter einer von Grund auf neuen Benzindirekteinspritzer-Motorenfamilie. Sie sind mit jeweils zwei oben liegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder ausgestattet, die von einer Kette gesteuert werden. Motorblock und Zylinderkopf sind aus einer Aluminiumlegierung gegossen.

Kooperation zwischen BMW und PSA Peugeot Citroën
Die beiden Motoren sind eine Gemeinschaftsentwicklung von BMW und PSA Peugeot Citroën. Bei Peugeot wird der Benzin-Direkteinspritzer zum Beispiel im 207 Platinum 150 Turbo verbaut werden. Die Neuentwicklungen sind ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der Selbstverpflichtung der europäischen Automobilindustrie, so BMW. Die wichtigsten europäischen Hersteller haben sich dazu entschieden bis 2008 die CO2-Emissionen im Flottendurchschnitt auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken. Zudem soll auch der Kraftstoffverbrauch um bis zu zwanzig Prozent reduziert werden.


Automatik mit fünf Schaltstufen
Die Gänge werden serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gewechselt. Optional steht ein Automatikgetriebe mit sechs Schaltstufen zur Verfügung. Diese werden über fünf Kupplungen gesteuert, die Schaltvorgänge praktisch ohne Zugkraftunterbrechung realisieren. Um den dynamischen Charakter noch zu steigern, bietet Mini eine Sporttaste an. Bei Aktivierung werden die Schaltzeiten verkürzt und die Gänge können manuell über Schaltwippen am Lenkrad gewechselt werden.

Marginale Änderungen an der Karosserie
Never change a winning team, könnte der Leitspruch des neuen Mini sein. Trotz seiner geringfügig gewachsenen Abmessungen – die Außenlänge nahm um rund 60 Millimeter zu – behält der kleine Münchener seine unverwechselbaren Formmerkmale. Da sind zum Beispiel der Hexagon-Grill, die großen Frontscheinwerfer und die aufrecht stehenden Rückleuchten. Zudem soll die Diagonalfuge zwischen Motorhaube und Seitenblinker eine Reminiszenz an eine an gleicher Stelle verlaufende Schweißnaht des klassischen Mini sein. Die Seitenansicht wird weiterhin von den extrem kurzen Karosserieüberhängen über Vorder- und Hinterachse sowie den großen Rädern geprägt.

Mini jetzt mit Start-/Stopp-Knopf
Auch im Innenraum haben die Mini-Ingenieure kleine, aber feine Veränderungen vorgenommen. Der vergrößerte Tacho enthält nun neben der analogen Geschwindigkeitsanzeige auch alle Entertainment- und auf Wunsch die Navigationsfunktionen. Die hohe und zentrale Position soll Fahrer und Beifahrer eine ergonomisch optimale Bedienung ermöglichen. Die ebenfalls typischen Toggle-Metallschalter werden außer in der Mittelkonsole erstmals auch für die im Dachhimmel untergebrachten Funktionstasten verwendet. Der herkömmliche Zündschlüssel wurde durch einen elektronischen Signalgeber ersetzt. Sobald der kreisrund gestaltete Chipträger in den Aufnahmeschacht neben dem Lenkrad geschoben wurde, kann der Motor mittels eines Start-/Stopp-Knopfes angelassen werden.


Bekanntes Go-Kart-Feeling bleibt
Trotz der restlichen Änderungen soll dem Mini sein bekanntes Go-Kart-Feeling bleiben. Für die neue Modellgeneration stehen zwei Fahrwerksvarianten zur Wahl. In der Grundabstimmung soll der neue Cooper im Vergleich zu seinem Vorgänger komfortbetonter konfiguriert sein. Der höheren Leistung angepasst, ist das Fahrwerk des Cooper S deutlich sportlicher ausgelegt. Für beide Versionen steht optional ein Sportfahrwerk zur Verfügung, das aus härter abgestimmten Federn, Dämpfern und Stabilisatoren besteht.

Optional 17-Zoll-Leichtmetallfelgen für den Mini
Zur Serienausstattung des Cooper gehören 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und Reifen der Größe 175/65 R15. Der Cooper S besitzt 16-Zöller und Reifen in der Dimension 195/65 R16. Für beide Modelle gibt es als Sonderausstattung 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 205er-Reifen. Gebremst wird der Mini von innen belüfteten Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 280 Millimetern (294 Millimeter beim Cooper S). Für die nötige Sicherheit in kritischen Fahrsituationen sorgen die Fahrsicherheitssysteme DSC (dynamische Stabilitätskontrolle) und ASC+T (abschaltbare Traktionskontrolle). Der Verkaufsstart soll noch bis Ende 2006 erfolgen. Preise waren von Mini noch nicht zu erfahren.
(os)

Neue Mini-Generation