Stärkster Nissan aller Zeiten: M3-Killer mit Sechszylinder-Biturbo und 480 PS

Sieben Minuten und 38 Sekunden. In dieser rekordverdächtigen Zeit umrundet der GT-R laut Nissan die Nürburgring-Nordschleife. Dafür ist nicht nur der bärenstarke 3,8-Liter-Sechszylinder verantwortlich, der dank Doppelturbo stramme 480 PS und 588 Newtonmeter Drehmoment über ein Doppelkupplungsgetriebe an die Räder schickt. Auf der Tokyo Motor Show vom 27. Oktober bis 11. November 2007 präsentiert Nissan diese Rakete erstmals der Öffentlichkeit.

Kein Schlupf
Ebenfalls auf Höchstleistung ausgelegt: das fortschrittliche Allradsystem. Das verteilt die Kraft des Motors auf elektronisch-hydraulischem Weg an alle vier Räder und passt den Kraftfluss automatisch den Streckenbedingungen an. Im Normalzustand ist der GT-R ein reiner Hecktriebler, bei Bedarf wandern aber bis zu 50 Prozent der Power an die Vorderachse. Im Zaum gehalten wird das Nippon-Geschoss von mächtigen Brembo-Stoppern. Die sollen dank gelochter und innenbelüfteter Scheiben jederzeit maximale Verzögerung bieten – selbst wenn der Wagen seine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h erreicht hat.

Renn-Setup
Wer den GT-R häufiger in seinem natürlichen Element (sprich: auf der Rennstrecke) bewegt, kann den Boliden auf seine eigenen Bedürfnisse abstimmen. Nissan verspricht manuelle Einstellmöglichkeiten für die Dämpfer, die Schaltpunkte des Getriebes und das elektronische Stabilitätssystem.

Reines Gewissen
Trotz Hochleistungsmotor und beeindruckender Performance auf der Rennstrecke soll der GT-R zudem ein ,grünes" Fahrzeug mit relativ niedrigem Spritverbrauch sein. Das liegt zum einen am Einsatz teurer, leichter Werkstoffe wie Aluminium oder Kohlefaser, zum anderen am geringen Windwiderstand. Nissan gibt einen Cw-Wert von 0,27 an – erstaunlich für ein derart aggressiv bespoilertes Auto. Ergebnis: Der GT-R wird in Japan als ,Ultra Low Emission Vehicle" eingestuft, emittiert also deutlich weniger Schadstoffe, als in seiner Klasse vorgeschrieben.

Geduldiges Europa
Wen es jetzt schon im Gasfuß juckt, der muss sich noch ein wenig gedulden. In Japan kommt der heiße Nissan zwar schon Ende 2007 auf den Markt, Europäer können sich den GT-R allerdings frühestens Anfang 2009 in die Garage stellen. Über den Preis schweigt sich Nissan derzeit noch aus. Allerdings: Für den amerikanischen Markt wird von rund 80.000 Dollar gemunkelt – rein leistungsmäßig ein Schnäppchen im Vergleich zum deutlich schwächeren BMW M3.

Nissan GT-R kommt