Caravan Salon 2006 als Bühne für den Auftritt der Ducato-Camperfahrzeuge

Fiat nutzt den Caravan Salon Düsseldorf (25. August bis 3. September 2006) als Schaubühne für den neuen Ducato. Die dritte Generation des Transporters zeigt sich hier als Wohnmobil für Campingfreunde. Flankiert wird die Präsentation vom Ducato Truckster, einem extremen Showcar, das allerdings bereits im Juni 2006 auf dem Autosalon in Madrid zu sehen war.

Querschnitt in Düsseldorf
Auf der Messe ist ein Querschnitt des Fiat-Angebots für die Aufbauhersteller zu sehen, die den Ducato für Campingzwecke umrüsten. Darunter ist neben Fahrgestellen auch ein Tiefrahmenchassis. Letzteres hat einen um etwa 15 Zentimeter abgesenkten Rahmen und bietet so gute Voraussetzungen für den Ausbau zum Campingmobil: Es bleibt mehr Platz und der Schwerpunkt liegt tiefer als normalerweise.

Größere Abmessungen
Der neue Ducato hat gegenüber dem Vorgänger gewachsene Abmessungen, eine größere Nutzlast und mehr Ladevolumen. Das zulässige Gesamtgewicht liegt nun zwischen drei und vier Tonnen, die Nutzlast zwischen einer und zwei Tonnen. Außerdem gibt es bei den Kastenwagen drei Radstände, vier Längen und drei Höhen. Für Fahrgestelle, also die nackten Fahrzeuge nur mit Fahrerkabine, gibt es vier Radstände und fünf Längen. Eine niedrigere Ladekante (53 statt 56 Zentimeter) erleichtert das Be- und Entladen. Wie der Vorgänger – und anders als etwa Mercedes Sprinter oder VW Crafter – baut der neue Ducato auf Frontantrieb.

Vier Dieselmotoren mit 100, 120, 130 und 157 PS
Vier Dieselmotoren gibt es für den neuen Ducato: einen 2,2-Liter-Vierzylinder mit 100 PS, einen 2,3-Liter mit 120 oder 130 PS sowie ein Dreiliter-Motor mit 157 PS. Dabei ist die 130-PS-Version ausschließlich den Wohnmobilen vorbehalten – den 120-PS-Motor gibt es hier nicht. Alle Aggregate sind Vierventiler, verfügen über Common-Rail-Mehrfacheinspritzung und erfüllen die Euro-4-Abgasnorm. Je nach Version wird eine Fünf- oder Sechsgang-Schaltung eingebaut. Zur Sicherheitsausstattung gehören ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und ein Fahrerairbag. Optional gibt es einen Beifahrerairbag sowie ein ESP. Die Servolenkung ist bei der Topmotorisierung Serie.

Einparkhilfen und Freisprecheinrichtungen
Der Innenraum des neuen Ducato ist länger als beim Vorgänger, bietet verbesserte Einstellmöglichkeiten am Fahrer- und Beifahrersitz sowie eine geänderte Position des Lenkrads, das koaxial verstellbar ist. Die Sitze können mit doppelter Armlehne ausgerüstet und gegen Aufpreis auch gedreht werden. Auf der Extraliste stehen auch eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine Heckkamera und elektronische Einparkhilfen. Auch auf die vielen Ablagen ist man bei Fiat stolz. In einem abschließbaren Fach auf der Mittelkonsole findet zum Beispiel ein Laptop Platz. Ein Kühlfach – erhältlich in Verbindung mit der Klimaanlage – nimmt Gegenstände bis zur Größe einer 1,5-Liter-Flasche auf. Ein Tempomat beugt der Ermüdung des Gasfußes vor.

Marktanteil: 60 Prozent
Der erste Ducato wurde im Jahr 1981 vorgestellt. Wie dieser war auch die zweite Generation – seit 1993 gebaut – baugleich mit dem Peugeot Boxer und dem Citroën Jumper. Die dritte Generation ist nun seit Mitte Juni 2006 auf dem Markt. Seit langem gehört der Ducato zu den beliebtesten Camper-Basisfahrzeugen. Der Marktanteil des Fiat-Transporters liegt in diesem Bereich bei stolzen 60 Prozent.
(sl)

Bildergalerie: Ducato-Wohnmobile