Persönliches Einzelstück für den amerikanischen Autonarr James Glickenhaus

Wenn man sich ein neues Auto kaufen möchte, läuft das normalerweise so: Man geht zum Händler, macht eine Probefahrt und bestellt dann das gute Stück. Der amerikanische Autosammler James Glickenhaus hat das anders gemacht. Der Sammler hatte ganz spezielle Vorstellungen, doch sein Traumauto gab es noch nicht. Also ging er dorthin, wo sich auch die Autoindustrie beraten lässt. Statt Showrooms zu besuchen und Prospekte zu wälzen ging er zu Pininfarina. Der Ferrari Enzo gefiel ihm, doch die Karosserie sollte an die Rennautos der Sechziger erinnern. Also entstand bei den Turiner Maßschneidern das Einzelstück Ferrari P4/5 by Pininfarina.

Rund 200 neu entwickelte Teile
Pininfarina bezeichnet die Arbeitsbeziehung zwischen dem Sammler und der Designfirma als symbiotisch. Ausgehend vom Ferrari Enzo entstanden nach Anleitung des Sammlers Skizzen, Computer- und Tonmodelle sowie schließlich ein ganzes Auto. Von den Bi-Xenonleuchten mit gelben und weißen LEDs bis hin zu den 20-Zoll-Alufelgen entwickelte Pininfarina rund 200 Teile speziell für den P 4/5.

Moderne Technik in Sechzigerjahre-Optik
Die schlanke und gleichzeitig muskulöse Karosserie besteht komplett aus Kohlefaser. Die kuppelförmige Pilotenkanzel beginnt auf Höhe der Vorderachse und setzt sich bis über den Mittelmotor fort. Dahinter ragen zwei keramikbeschichtete Auspuffrohre in die Höhe. Die Form der runden Rückleuchten ist eine Reminiszenz an historische Rennwagen. Allerdings tun hier moderne LEDs ihren Dienst. Für Aerodynamiktests nutzte Pininfarina den firmeneigenen Windkanal. Damit sollen hohe Funktionalität und gute Fahreigenschaften gewährleistet sein, erklärt die Designfirma. Premiere hat das Sammlerstück beim Pebble Beach Concours d' Elegance am 20. August 2006.
(ao)

Bildergalerie: Sammlers Ferrari-Traum