Erste Bilder ohne Tarnung: Außen wenig verändert, aber super Verbrauchsdaten

Ende 2006 kommt der neue Mini. Dann starten der Cooper mit einem 1,6-Liter-Saugtriebwerk mit 120 PS und der von einem 175 PS starken Turbo angetriebene Cooper S. Im ersten Halbjahr 2007 folgt als Basisvariante der One mit einem 1,4-Liter-Motor und 95 PS oder einem Diesel, zu dessen Leistung Mini noch nichts mitteilt.

Nur fünf PS mehr, aber völlig neue Aggregate
Die Vierzylinder-Benziner sind zwar nur jeweils um fünf PS stärker als beim Vorgänger. Doch sie entstammen einer neuen Motorenfamilie, die zusammen mit PSA Peugeot Citroën entwickelt wurde. Der stärkere der beiden Motoren produziert 175 PS aus 1,6 Litern. Der Cooper-S-Motor ist anders als das Aggregat im Cooper ein Benzindirekteinspritzer, und er besitzt eine Turboaufladung. Die Aufladung erfolgt mittels eines Twin-Scroll-Turboaggregats, das von den getrennten Abgasströmen aus jeweils zwei Zylindern angetrieben wird. Aufgrund dieser Anordnung wirkt der Lader schon bei niedrigen Drehzahlen leistungsfördernd, und das Turboloch verschwindet, verspricht Mini. Wohlgemerkt: Es handelt sich nicht um einen Biturbo mit zwei Ladern – das Ansprechverhalten wird lediglich durch eine verbesserte Geometrie erreicht.

Sensationelle Spriteinsparung
Die vier Ventile pro Zylinder werden von zwei oben liegenden Nockenwellen betätigt. Bei den Spurtdaten hat sich wenig getan: Der Cooper S beschleunigt in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und ist damit nur 0,1 Sekunden schneller als der Vorgänger. Anders beim Verbrauch: Den gibt Mini mit 6,9 Litern auf 100 Kilometer an. Das ist sensationell, wenn man mit dem Vorgänger vergleicht, denn der brauchte 8,6 Liter. Die Änderungen im Detail können Sie aus unserem Datenblatt ersehen. Mit den neuen Verbrauchsdaten liegt Mini recht gut im Vergleich zur Konkurrenz: Der VW Polo GTI Cup Edition mit 180 PS braucht 8,0 Liter. Und auch der gleich motorisierte Seat Ibiza 1.8 20V T Cupra ist mit 7,9 Litern deutlich durstiger als der Cooper S. Nur der Smart Forfour Brabus mit 177 PS braucht wie der Cooper S 6,8 Liter.

<b>Cooper: Ebenfalls deutliches Sparpotenzial</b><br> Auch beim Cooper ist die Verbrauchsminderung spektakulär: Sein 120-PS-Motor braucht nur noch 5,8 statt bisher 6,9 Liter auf 100 Kilometer. Dagegen blieb die Sprintzeit mit 9,1 Sekunden gegenüber dem Vorgängermodell gleich. Der Saugmotor hat wie der alte Antrieb 1,6 Liter Hubraum. Neu ist jedoch, dass die Einlassventile von einer Valvetronic gesteuert werden. Ventilhub und Öffnungszeit werden stufenlos elektronisch der jeweiligen Fahrsituation angepasst. Auf der Auslassseite ist nur die Öffnungszeit veränderbar. Das System macht nicht nur die klassische Drosselklappe überflüssig, es sorgt auch für ein besonders spontanes Ansprechverhalten und gute Laufkultur, verspricht Mini.<br> <br> <b>Sechsgang-Schaltung oder Wandlerautomatik</b><br> Beide Motoren werden mit einer Sechsgang-Schaltung kombiniert – bisher war dies nur beim Cooper S der Fall. Während es beim Vorgänger optional eine CVT-Automatik gab, kehrt Mini nun zur konventionellen Wandlerautomatik zurück: Angeboten wird eine sechsstufige Automatik mit manueller Schaltmöglichkeit. Grund für den Wechsel ist laut Pressesprecher Jochen Frey die Verbesserung der konventionellen Automatikgetriebe.<br> <br> <b>Sechs Zentimeter länger </b><br> Bei der Länge legt der Mini geringfügig um etwa sechs Zentimeter zu und erreicht nun etwa 3,70 Meter. Die äußeren Modifikationen beschränken sich auf Details. Der Grill wurde modifiziert, die Nebelscheinwerfer sind nun größer und die Blinker in die Scheinwerfer integriert. Der Cooper S unterscheidet sich vom Cooper wie gehabt durch die Öffnung in der Motorhaube und den Doppelauspuff. Außerdem ist sein Fahrwerk straffer ausgelegt. Im Inneren wurde der zentrale Tachometer nochmals größer. Nun sind auch alle Entertainment- und auf Wunsch die Navigationsfunktionen integriert. Statt eines Zündschlüssels hat der Mini außerdem nun einen Start-Stopp-Knopf.<br> <br> <b>Preise kaum höher</b><br> Zur Serienausstattung gehören neben sechs Airbags eine Kurvenbremsregelung (Cornering Brake Control), ein ESP sowie beim Cooper S eine abschaltbare Traktionskontrolle. Neu ist eine Berganfahrhilfe, die beim Anfahren an einer Steigung das Zurückrollen verhindert. Der Cooper rollt serienmäßig auf 15-Zoll-Alufelgen, der Cooper S auf 16-Zöllern. Die Preise beginnen bei 15.450 Euro – das sind nur 200 Euro mehr als bisher. Dafür bekommt man den neuen One. 150 Euro teurer wird der Cooper, den es für 17.350 Euro gibt, und das Topmodell Cooper S ist für 21.050 Euro zu haben – nur 50 Euro mehr als bisher.<br> (sl)

Mini beim Verbrauch