Beide Neulinge sind in puncto Sicherheit an der Spitze ihrer Klasse

Die europäische Organisation EuroNCAP bewertet in regelmäßigen Abständen die passive Sicherheit von Neufahrzeugen. Sie führt bei ihren Test zur Bewertung der Insassensicherheit drei verschiedene Aufprallversuche durch: einen Frontalzusammenstoß mit 64 km/h und 40-prozentiger Überdeckung, einen Seitenaufprall mit 50 km/h – ein stehendes Hindernis beziehungsweise ein fahrbares verformbares Hindernis simulieren dabei ein gegnerisches Fahrzeug - und einen Seitenaufprall mit 29 km/h gegen einen Pfahl. In den neuesten Versuchen wurde der brandneue Opel Corsa und der Ford S-Max gecrasht.

Neuling wird zum Klassenprimus
Bei der Beurteilung der Insassensicherheit im Testprogramm von EuroNCAP erreichte er die Maximalwertung von fünf Sternen. Und auch mit jeweils drei Sternen für die Sicherheit mitfahrender Kinder beziehungsweise für den Fußgängerschutz stellte EuroNCAP dem Corsa jetzt nach Abschluss ihres Test-Programm ein sehr gutes Zeugnis aus.

Pedale werden bei Aufprall ausgeklinkt
Opel fasst unter der Bezeichnung Safetec alle für die aktive wie die passive Sicherheit relevanten Systeme zusammen. Sie sollen helfen, die Gefahren im Straßenverkehr beziehungsweise im realen Unfallgeschehen zu verringern. Zur passiven Sicherheitsausstattung des neuen Corsa zählen optimierte Crash-Zonen und darauf abgestimmte Rückhaltesysteme zum Schutz von Fahrer und Passagieren. Außerdem gehören unter anderem zweistufige Frontairbags, Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Gurtstraffer sowie das patentierte Pedal Release System, das die Pedale bei einem schweren Frontalaufprall ausklinkt und die Füße des Fahrers zusätzlich vor Verletzungen schützt, dazu. Für die optimale Befestigung von Babyschalen und Kindersitzen sorgt das Isofix-System, und ein optisches wie akustisches Signal für den Fahrersitz soll zu einer höheren Gurtanlegequote beitragen.

Ford: IPS denkt mit
Als zweites Fahrzeug wurde außerdem der neue Ford S-Max gecrasht. Auch er erreichte mit fünf Sternen ein ausgezeichnetes Ergebnis. Beim S-Max soll das Intelligent Protection System (IPS) durch einen zusätzlichen Fahrer-Knieairbag, eine weiterentwickelte Sicherheitslenksäule sowie eine extrem steife Karosserie verbessert worden sein. ,IPS" ist ein Sicherheitssystem, das eine extrem stabile Karosseriestruktur mit hoch entwickelten Rückhaltesystemen kombiniert. Weitere Maßnahmen, sollen dem Fahrer bei der Unfallvermeidung helfen und Verletzungsrisiken minimieren. So umfasst die Ausstattung des S-Max Frontairbags, einen Fahrer-Knieairbag, Thorax-Seitenairbags an den Vordersitzen sowie Kopf-Schulterairbags.

Umfassendes Sicherheitskonzept
Die Basis für das gute Vier-Sterne-Rating bei der Kindersicherheit bilden Isofix-Verankerung für die Kindersitze an den beiden Außenplätzen der zweiten Sitzreihe. Zum Sicherheitskonzept des Sportvan zählen außerdem ein Kopfstützensystem zu Minderung des Risikos von Schleudertraumata, Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit optimierten Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern vorne, Anti-Submarining-Sitze (verhindern im Kollisionsfall das Durchtauchen des Passagiers unter dem Gurt), eine horizontal verschiebbare Sicherheitslenksäule sowie eine Sicherheitspedalerie.
(os)

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