Präsentation des großen Tschechen auf dem Genfer Salon im März 2008

Er ist das Aushängeschild von Skoda und das Lieblingsgefährt tschechischer Politiker: der Skoda Superb. Nachdem lange offen war, ob die große Limousine überhaupt einen Nachfolger bekommen wird, gibt Skoda nun einen genaueren Einblick in das neue Modell.

Neue Formen: Fließ- statt Stufenheck
Die Tschechen veröffentlichen nun Fotos von Vorserienwagen aus dem amerikanischen Death Valley. Die Fahrzeuge zeigen sich noch an Front und Heck getarnt. Dennoch sind die wichtigsten Änderungen am Design erkennbar: So wird der neue Superb statt des bisherigen Stufenhecks ein Fließheck im Stil des Skoda Octavia bekommen, was mehr Kofferraumvolumen und Variabilität verspricht. Auch die Seitenlinie mit Chromapplikationen nimmt Anleihen beim Octavia, während die Front mit ihrem markanten Grill für größere Eigenständigkeit sorgt. Technische Basis des neuen Superb ist nicht wie beim Vorgänger die chinesische Langversion vom VW Passat. Stattdessen wird die Plattform des neuen Golf VI in Radstand und Spurweite vergrößert.

Technische Neuerungen und Detaillösungen
Unter der Haube des Superb werden sich bekannte Aggregate aus dem Volkswagen-Konzern wiederfinden. Bei den Benzinern wird es TSI- und TFSI-Motoren geben, die Diesel werden zukünftig mit Common-Rail-Technik arbeiten. Darüber hinaus finden sich weitere technische Neuerungen wie etwa das Adaptive Front Light System (AFS), das im Superb seine Premiere feiert. AFS ist ein intelligentes Lichtsystem, bei dem eine elektronische Steuerung die Geometrie des Lichtkegels der Frontscheinwerfer und damit die Ausleuchtung der Straße der jeweiligen Fahrsituation an. Ergänzt wird das schlaue Licht durch eine Kurvenlichtfunktion, Abbiegelicht und eine dynamische Regelung der Scheinwerferneigung. AFS wird ausschließlich mit Bi-Xenon-Licht geliefert.

Fortsetzung einer langen Tradition 2008 in Genf
Weitere technische Details und der Umfang aller angebotenen Motorisierungen werden im Rahmen der Weltpremiere des neuen Superb auf dem Genfer Automobilsalon im März 2008 bekannt gegeben. Damit setzt Skoda seine lange Tradition im gehobenen Segment fort. Kaum bekannt ist nämlich, dass die Firma Skoda, welche 1895 von den Herren Laurin und Klement gegründet wurde, zu den ältesten, noch produzierenden Autoherstellern gehört. In den 20er- und 30er-Jahren galt das Unternehmen als Hersteller luxuriöser Autos. Im Jahr 1934 wurde der erste Superb vorgestellt. Er war ein Luxusmodell, das es zunächst mit einem Sechs-, später sogar mit einem Achtzylindermotor gab. Bis ins Jahr 1949 wurden insgesamt 889 Exemplare in den verschiedensten Karosserieversionen gefertigt.

Tscheche auf Testfahrt