Chrysler-Tochter zeigt in Los Angeles eine straßenzugelassene Viper-Rennversion

Schon seit vielen Jahren ist die Dodge Viper im Rennsport erfolgreich. Für all jene Sportfahrer, die ihren Rennflitzer auch im Alltag bewegen möchten, zeigt Dodge auf der Auto Show in Los Angeles vom 16. bis zum 25. November 2007 die Dodge Viper SRT10 ACR. Bei der ACR-Viper, die Abkürzung steht für American Club Racer, handelt es sich um ein optimiertes SRT10-Modell mit Straßenzulassung. Solche Fahrzeuge haben in den USA durchaus Tradition: Schon in den 50er Jahren fuhren dort die Piloten ihre Porsche und Maserati auf eigener Achse zum Rennen.

Außenhaut mit optimierten Styling
Damit auch dem Betrachter klar wird, dass es sich bei der ACR-Viper um etwas Besonderes handelt, wurden diverse Anbauteile modifiziert. Dodge betont, dass es sich nicht um reine Optik-Gags handelt, sondern um funktionale Änderungen für den Renneinsatz. So besitzt die SRT10 ACR einen zusätzlichen Frontspoiler sowie vordere Winglets. Am Heck befindet sich überdies ein großer, verstellbarer Spoiler. Alle aerodynamischen Anbauten sind aus Kohlefaser gefertigt, um Gewicht einzusparen. Die neuen Luftleitbleche sollen ein Maximum an Abtrieb und Anpressdruck garantieren. Darüber hinaus verfügt jede ACR-Viper über ein so genanntes ,Race Extension"-Paket, bei dem durch nochmalige Veränderungen an der Aerodynamik der Abtrieb an der Front um fast ein Drittel erhöht werden kann.

Leichtbau und verstellbares Fahrwerk
Am ganzen Fahrzeug zeigen sich die Bemühungen der Chrysler-Sportabteilung SRT (Street and Racing Technology), das Gewicht der Viper zu reduzieren. Unter anderem wurden die Nebelscheinwerfer weggelassen, für den Innenraum ist ein ,Hard Core"-Paket zu haben. Bei diesem werden die Audioanlage, Türlautsprecher, die Dämmmatten unter dem Motor und der Teppich im Kofferraum entfernt. Anstelle des Radios wird eine Stoppuhr eingebaut. Von diesen Maßnahmen verspricht man sich im Verbund mit Änderungen an der Aerodynamik und am Fahrwerk eine Gewichtsreduzierung von etwa 36 Kilogramm. Apropos Fahrwerk: Bei der ACR-Viper stammt es von der deutschen Firma KW Automotive. Die Stoßdämpfer sind hinsichtlich Bodenfreiheit und Dämpferhärte verstellbar. So kann beispielsweise die Fahrzeughöhe in zwei verschiedenen Stufen eingestellt werden.

Über 600 PS aus zehn Zylindern
Als Antrieb nutzt die Dodge Viper SRT10 ACR den V10-Benziner aus Aluminium, der 8,4 Liter Hubraum aufweist und auch in der Viper SRT10 arbeitet. Eine variable Ventilsteuerung passt sich der jeweiligen Geschwindigkeit an. Eine Leistung von 608 PS und 759 Newtonmeter Drehmoment soll die Erde beben lassen. Die in fünf verschiedenen Farben lieferbare ACR-Viper verfügt stets über eine schwarz lackierte Mittelsektion. In den USA soll die handgefertige Viper SRT10 ACR ab dem zweiten Quartal 2008 erhältlich sein. Dodge spricht hinsichtlich des Preises von weniger als 100.000 Dollar. Damit wäre die rasante Schlange ein günstiges Angebot: Beim aktuellen Stand des Wechselkurses sind 100.000 Dollar etwa 68.000 Euro.

Bissiges Sportgerät