Driver Alert analysiert Bewegungsmuster und warnt bei Fahrerübermüdung

Ein gutes Konzentrationsvermögen ist im komplex gewordenen Verkehrsgeschehen wichtiger denn je. Aktuelle Studien belegen, dass Fahrerübermüdung ein größeres Verkehrsrisiko darstellt, als bislang angenommen. Daher statten immer mehr Automobilhersteller ihre Modelle mit innovativen Sicherheitspaketen aus: Einige Lexusmodelle überwachen den Fahrer mit einem Gesichtsfeld-Monitor und Saab entwickelt ein neues Fahrerfrühwarnsystem. Jetzt rüstet auch Volvo nach und bietet in drei verschiedenen Modellen Sicherheitssysteme an.

Müdigkeitserkennung
In den Modellen V70, XC70 und S80 wird Driver Alert bereits angeboten. Das Warnsystem fokussiert die Bewegungsmuster des Fahrzeugs und bewertet, ob diese kontrolliert ablaufen oder nicht. Das System unterscheidet sich von vergleichbaren Angeboten anderer Automobilhersteller dadurch, dass es ausschließlich das Bewegungsmuster des Fahrzeugs analysiert und nicht das Verhalten des Fahrers. Beim Fahrerfrühwarnsystem von Saab beispielsweise werden zwei Minikameras auf die Augen des Fahrzeuglenkers gerichtet und ein Alarm ausgelöst, wenn die Bewegungen der Augenlider auf Müdigkeit schließen lassen. Ähnlich wie beim System von Saab mahnt Driver Alert den Fahrer mit einem optischen Signal sowie der Textaufforderung, eine Pause einzulegen. Darüber hinaus wird mit einem akustischen Signal vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur gewarnt. Mit diesem System sollen typische Stadtunfälle verhindert werden.

Selbsttätige Notbremsung
Ein weiteres Sicherheitssystem aus dem Hause Volvo ist ab Ende 2007 in den Modellen V70, XC70 und S80 erhältlich: das radargestützte City Safety System. Es wird aktiviert, sobald sich das eigene Fahrzeug dem Vordermann gefährlich nähert, ohne dass der Fahrer eine Reaktion zeigt. Ein optisches Radar im oberen Bereich der Frontscheibe erfasst den vorausfahrenden Verkehr sowie Hindernisse, die in einem Abstand von maximal sechs Meter still stehen. Nimmt das System ein Bremsmanöver des vorausfahrenden Fahrzeugs wahr, wird im Hydrauliksystem der Bremsdruck aufgebaut und gleichzeitig der Fahrer gewarnt. Ist ein Crash unausweichlich, aktiviert das System die Bremskraftunterstützung und leitet eine Notbremsung ein.

Neuer Fußgängerschutz
Ein automatisches Bremssystem zum Fußgängerschutz befindet sich in der Entwicklung. Mit dieser Methode sollen Menschen gesehen und ebenfalls eine Notverzögerung initiiert werden, wenn ein Fußgeher die Fahrbahn betritt. Auch dieses System soll wie das heutige mit Radar und einer Kamera arbeiten.

Bildergalerie: Volvo Sicherheitssysteme