Premiere auf der AMI in Leipzig, erster Einsatz in bei der Transsyberia-Rallye

Eine Premiere der besonderen Art feiert Porsche auf der Automesse AMI noch bis zum 22. April 2007 mit dem Cayenne S Transsyberia. Er wurde speziell für Langstrecken-Rallyes entwickelt. Erstmals eingesetzt wird der sportliche Offroader vom 2. bis zum 17. August 2007 bei der Transsyberia Rallye. Diese führt von Moskau quer durch Sibirien bis nach Ulaanbaatar in der Mongolei.

Privatfahrer gewannen Rallye
Im Jahr 2006 haben zwei Privatteams erstmals mit dem Porsche Cayenne S an der Transsyberia Rallye teilgenommen und die ersten beiden Plätze belegt. Durch den erfolgreichen Einsatz der Fahrzeuge ist Porsche auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und will mit dem Cayenne S Transsyberia jedem die Möglichkeit bieten, sich motorsportlich zu betätigen.

6.200 Kilometer harte Strecke
Die Route der Orientierungs-Rallye führt von Moskau quer durch Sibirien bis zum Ziel in Ulaanbaatar in der Mongolei. Knapp 6.200 Kilometer geht es über öffentliche Straßen, Schotterpisten und Trialpfade. Selbst Flussdurchquerungen und Sonderprüfungen in der Wüste Gobi stehen auf dem Programm. Während auf den langen Verbindungsetappen die Navigation im Vordergrund steht, zählt bei den Sonderprüfungen auf abgesperrten Pisten vor allem das Können des Fahrers und des Fahrzeuges.

Umbau in Weissach
Auf Basis des Cayenne S wird im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach das Rallye-Fahrzeug gebaut. Der Motor des Porsche Cayenne S Transsyberia wurde nahezu unverändert aus der Straßenversion des Cayenne S übernommen. Der 4,8-Liter-V8-Saugmotor mit Benzindirekteinspritzung leistet 385 PS bei 6.200 Umdrehungen. Bereits bei 3.500 Touren liegt das maximale Drehmoment von 500 Newtonmetern an.

Auch 91 Oktan oder Ethanol
Durch die automatische Erkennung der Kraftstoffqualität kann der Motor auch mit Normalkraftstoff betrieben werden. Dies hat allerdings eine Reduzierung von Leistung und Drehmoment zur Folge. Auch die Beimischung von bis zu 25 Prozent Ethanol ist möglich. Eine gewichtsreduzierte Sportabgasanlage soll beim Rallye-Cayenne einen markanten Sound erzeugen. Für gesteigertes Spurtvermögen sorgt das Tiptronic-S-Getriebe mit verkürzter Achsübersetzung. Die Getriebesteuerung wurde für den Geländeeinsatz optimiert.

Erhöhte Geländegängigkeit
Wie alle anderen Cayenne-Modelle auch verfügt der Cayenne S Transsyberia über den permanenten Allradantrieb Porsche Traction Management (PTM). PTM leitet im Grundmodus 62 Prozent des Motor-Drehmoments an die Hinterräder und 38 Prozent an die Vorderräder. Über eine elektromotorisch betätigte und elektronisch geregelte Lamellenkupplung kann das Verteilungsverhältnis je nach Fahrsituation variiert und bei Bedarf auch 100 Prozent der Motorkraft nach vorn oder hinten geleitet werden. Zur Steigerung der Offroad-Fähigkeiten wurde eine Quersperre eingebaut, die auch für die Serienfahrzeuge im optionalen Offroad-Technikpaket angeboten wird.

75 Zentimeter Wattiefe
Im schweren Gelände soll die Dynamic Chassis Control (PDCC) in Verbindung mit der Luftfederung und dem Porsche Active Suspension Management (PASM) die Traktion verbessern. Die maximale Wattiefe bei Wasserdurchfahrten kann bis zu 75 Zentimeter betragen. Karosserie und Türen sind dazu bis zur Höhe der Seitenfenster gegen Wassereinbruch abgedichtet. Die Luftansaugung wurde mit Hilfe eines flexibel einsetzbaren Luftfilter-Schnorchels auf Dachhöhe verlegt.

Grobstollige Geländereifen
Die Doppellenkervorderachse wurde mit verstärkten Querlenkern ausgestattet. Die Spurweite wuchs um 34 Millimeter. Anstelle der serienmäßigen Hochgeschwindigkeitsreifen kommen Pneus mit grobstolligem Geländeprofil in der Dimension 255/55 R 18 T zum Einsatz. Die Reifen sind auf 18 Zoll große Leichtmetallräder aufgezogen.

Massiver Sicherheitskäfig
Der Cayenne S Transsyberia verfügt über einen mit der Fahrgastzelle verschraubten Sicherheitskäfig. Der Fahrer wird zusätzlich durch einen Airbag geschützt. Um Gewicht zu sparen, wurden die Rücksitzbank, die serienmäßigen Karosserieverkleidungen und die Dämm-Materialien entfernt. Die Heckscheibe sowie die hinteren Seitenscheiben sind aus leichtem Polycarbonat gefertigt. Fahrer und Beifahrer sitzen in Leichtbau-Sportsitzen mit Kunstleder-/Alcantara-Bezug.

Seilwinde an Bord
Eine verstärkte und erweiterte Unterbodenverkleidung aus Aluminium und eine zusätzliche Verkleidung aus Edelstahl für die Auspuff-Endtöpfe schützen den Transsyberia vor Beschädigungen. Statt der Fußfeststellbremse ist eine Handbremse verbaut, mit der das Auto in engen Kehren zum Übersteuern gebracht werden kann. Auf dem Dach sind vier Zusatzscheinwerfer montiert. Zudem verfügt der Cayenne S Transsyberia über eine Seilwinde.

Zwei 20-Liter-Kanister
Im Laderaum sind darüber hinaus zwei 20 Liter große Reservekanister, ein Hydraulik-Offroad-Wagenheber, zwei Feuerlöscher, zwei Sandbleche, zwei vollwertige Reserveräder und zwei Transportboxen für Werkzeug montiert. Ebenfalls serienmäßig an Bord sind zwei Zwei-Mann-Zelte, zwei Isomatten, vier Spanngurte, ein neun Meter langer Bergegurt mit Schäkel, ein Klappspaten, eine Klappsäge, eine Axt, ein Arbeitsscheinwerfer, vier Abschleppösen und ein Werkzeugset.

135.000 Euro
Der Transsyberia verfügt über eine Straßenzulassung und ist für 135.000 Euro zu haben.

Bildergalerie: Ein harter Porsche