Ein Beliebter Trend: Edel-Supersportwagen im Polizei-Gewand

Dass schnelle Supersportwagen durchaus gut zu den Wächtern der öffentlichen Sicherheit passen, zeigt Ferrari mit einem 612 Scaglietti. Diesen stecken die Italiener in ein britisches Polizei-Gewand. Das Flaggschiff aus Modena wird den Ordnungshütern zur Verfügung gestellt, um eine weltweite Ferrari-Rundfahrt bei der Etappe durch das Königreich zu begleiten.

Ferrari-Rundfahrt kommt auch nach Deutschland
Im Jahr 1947 schickte Enzo Ferrari erstmals Autos unter eigenem Namen in den Motorsport. 60 Jahre später feiert die italienische Nobelmarke ihre Erfolgsgeschichte mit einer Staffelfahrt, die in 148 Tagen durch rund 50 Länder aus fünf Kontinenten führt. Vom 7. bis zum 10. Mai 2007 ist auch Deutschland Schauplatz des exklusiven Korsos. Auf der Rundfahrt wird ein Staffelstab von Abu Dhabi nach Maranello gebracht.

Aktion ,Think!" für mehr Sicherheit
An den Zwischenstopps in Großbritannien sind Repräsentanten verschiedener Polizei-Stationen vor Ort, um die von der Regierung getragene Aktion ,Think!" zu unterstützen. Hierbei handelt es sich um eine Kampagne, die der Öffentlichkeit Gefahren im Straßenverkehr vor Augen führen soll. So zum Beispiel das Telefonieren am Steuer.

612 Scaglietti für britische Polizisten
Das der Polizei zur Verfügung gestellte Modell ist in dem Farbton ,Blu Tour de France" lackiert und wartet mit einem beigefarbenen Interieur auf. Das Fahrzeug ist mit speziellen Sportsitzen, einem gelb hinterlegten Drehzahlmesser, gelben Bremssätteln und einer Signal-Licht-Anlage auf dem Dach ausgestattet. Der serienmäßige V12-Motor leistet 540 PS. Das reicht für eine Beschleunigung von null auf Tempo 100 in 4,2 Sekunden. Die 588 Newtonmeter Drehmoment gereichen dem Italiener zu einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Der Preis soll bei rund 300.000 Euro liegen. Das Serienpendant startet bei 222.630 Euro. Was nach der Tour mit dem Polizei-Ferrari geschieht, ist noch nicht entschieden.

"Tune it, Safe!"-Boliden
Ferrari ist nicht der erste Sportwagen-Fabrikant, der einem seiner Modelle eine Polizei-Optik verpasst. Unter dem Namen ,Tune it, Safe!" wurde in Deutschland eine Aktion für mehr Sicherheit bei Tuningfahrzeugen ins Leben gerufen. Als Symbol diente im Jahr 2005 ein von Techart getunter Porsche 911. Auf der Essen Motor Show 2006 wurde das Nachfolgerfahrzeug vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen 360 km/h schnellen Mercedes CLS im Brabus-Rocket-Design. Dieser wird wird von einem 730 PS starken V12-Biturbo-Motor angetrieben. Dadurch spurtet der Bolide in 4,0 Sekunden auf Tempo 100, die 200-km/h-Grenze wird nach 10,5 Sekunden erreicht und 300 km/h nach 29,5 Sekunden. Für einen Einsatz im Polizeidienst war jedoch keines der ,Tune it, Safe!"-Fahrzeuge vorgesehen.

Lamborghini für italienische Ordnungshüter
Anders in Italien: Bereits im Mai 2004 schenkte Lamborghini der italienischen Staatspolizei zu deren 152. Geburtstag einen Gallardo. Bei den Ordnunghütern soll der Zehnzylinder-Bolide überwiegend in Notfällen zum Einsatz kommen. Der blau-weiße Stier kann allerdings mehr als nur schnell sein: Er ist unter anderem mit einer Erste-Hilfe-Ausrüstung versehen, zu der sogar eine Defibrillator-Ausrüstung mit EKG-Gerät gehört. Außerdem gibt es eine Satelliten-Navigation und eine direkte Verbindung zur Polizeidatenbank. Ebenso an Bord ist ein Provida-System für die Videoaufzeichnung von Verkehrsvergehen. Dank 500 PS dürfte der Polizei-Lamborghini auch mit notorischen Rasern leichtes Spiel haben.

Italienischer Bobby