Münchener zeigen coupéhafte Luxus-Limousine auf der Shanghai Motor Show

BMW stellt auf der Messe Shanghai Motor Show vom 22. bis zum 28. April 2007 die Konzeptstudie eines viertürigen Edel-Coupés vor. Der BMW Concept CS soll die Exklusivität eines Gran Tourismo des Luxussegments mit der Faszination eines Hochleistungssportwagens verbinden. Mit ihm möchten die Münchener einen Weg aufzeigen, wie die – bereits mit dem Mercedes CLS erfolgreich eingeführte – Strategie coupéartiger Viertürer in das Luxussegment transferiert werden könnte. Das solche Limousinen im Trend liegen, zeigen auch die Zukunftspläne der Mitbewerber. So bringt Porsche im Jahr 2009 den viertürigen Sportwagen Panamera, die britische Edelschmiede Aston Martin kündigte ein viertüriges Coupé namens Rapide an.

Ausdruck ultimativer Sportlichkeit
Das Hauptaugenmerk bei der Gestaltung des Exterieur-Designs lag auf dem Ausdruck ultimativer Sportlichkeit. Mit der flachen, gestreckten Silhouette, der langen Motorhaube, den kurzen Überhängen, der zum Heck breiter werdenden Karosserie und dem coupéhaft abfallenden Heck bedienten sich die Designer klassischer Stilmittel, die schon immer ein Garant für dynamische Sportwagen waren. Die Türgriffe schließen eben mit der Karosserie ab und fahren erst bei Bedarf sensorgesteuert aus.

Klassische BMW-Elemente
In der Studie konzentrieren die Münchener außerdem eine Vielzahl klassischer Elemente. Das gilt vor allem für den BMW-typischen Nieren-Grill, der stark nach vorne geneigt mit einer bisher kaum gekannten Präsenz das Frontdesign der Studie dominiert. Das liegt vor allem daran, dass der Motor des Concept CS seine Frischluftzufuhr ausschließlich über die Niere erhält. Die großen Lufteinlässe in der Schürze dienen lediglich der Kühlung des vorderen Bremsen-Paars. Das Design der Scheinwerfer lehnt sich stark an das der Pendants aus BMWs 6er- und 7er-Modellen an.

Studie mit mächtiger Präsenz
Allein die Größe des Concept CS sorgt für einen starken Auftritt. Mit 5,10 Meter in der Länge überragt der sportliche Viertürer das 6er-Coupé und selbst den 7er. In den groß dimensionierten Radkästen finden 21-Zoll-Felgen Unterschlupf. Diese sollen allein durch Ihr Format die sportlichen Ambitionen der Studie unterstreichen.

LED-Rückprojektionsleuchten
Die Fahrbahn wird von zwei LED-Rückprojektionsleuchten erhellt. Diese bündeln ihr Licht auf eine Reflexionsfläche, von wo aus es gleichmäßig und gezielt auf die Fahrbahn zurückgeworfen wird. So soll ein blendfreier Lichtstrahl entstehen, da der direkte Blick auf die Projektoren entfällt. Am Heck sorgen schmale Leuchten für ein individuelles Nachtdesign. Sie sollen sich vor allem durch ein homogenes, besonders harmonisches Licht auszeichnen.

Keine Angaben zum Motor
Was unter der mit einem ausgeprägten Powerdome versehenen Motorhaube für ein Triebwerk verbaut wird, geben die Münchener noch nicht bekannt. Ein Zwölfzylinder-Aggregat wie die 445 PS starke Version im aktuellen 760i dürfte jedoch gut zum sportlich luxuriösen Gesamtkonzept der Studie passen.

Neuartiges ,Layering-Design"
Bei der Gestaltung des Interieurs setzen die Münchener auf ein neuartiges ,Layering-Design". Anstelle von flächigen Verbindungen, bei denen Übergänge ausschließlich durch Material- und Farbwechsel erkennbar sind, setzt die Layering-Technik auf sich schichtende Flächen und klar definierte Fugen, die außerdem eine funktionelle Bedeutung übernehmen. Die daraus resultierende Licht-/Schatten-Wirkung soll maßgeblich zu einem exklusiven Gesamteindruck des Interieurs beitragen. Überall dort, wo die Flächen nicht auf der gleichen Ebene aufeinander treffen, entstehen Zonen, die sich dem Lichteinfall entziehen. Die Aussparungen und Überlagerungen bieten Raum für die Anordnung von Beleuchtungs-Einrichtungen oder die Platzierung von Belüftungsquellen.

Metallgewebe und Keramik-Applikationen
Der Dachhimmel wird durch eine kontrastierende Farbgebung optisch in Szene gesetzt. Seine äußeren Flanken sind mit Leder bezogen. Ambiente Lichtbänder zwischen Front- und Heckscheibe unterstützen die luxuriöse Anmutung im Interieur zusätzlich. Die Lederbezüge der Mittelkonsole und des Türeinstiegs reichen weit in den Fußbereich hinein. In der Armaturentafel kommt ein neu entwickeltes Metallgewebe zum Einsatz. Das sowohl in seiner Struktur als auch in seiner Farbgebung und Haptik reizvolle Material umgibt unter anderem die Rundinstrumente im Cockpit. Ein absolutes Novum ist die Verwendung des Werkstoffs Keramik, aus dem zum Beispiel der iDrive-Controller gefertigt wurde.

Vier Leder-Sportsitze
Die vier Passagiere nehmen auf Leder-Sportsitzen Platz. Diese sind mit integrierten, hochstellbaren ,Kragen-Elementen" ausgestattet, die individuelle Entertainment- und Kommunikationsbedürfnisse erfüllen sollen. Durch das Einzelsitzkonzept soll das Platzangebot im Fond dem des Beifahrersitzes entsprechen. Die Mittelkonsole, die sich über die gesamte Innenraumlänge erstreckt, dient im Fond-Bereich als Armauflage. Ein neues Innenraumkonzept mit einem fahrerorientierten Cockpit und einer kurzen Distanz zwischen Lenkrad und Schalthebel sollen ein klares Bekenntnis zur Sportlichkeit setzen.

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