Aufgemotzte Rennlimousine: Wenn Schwaben klotzen, statt zu kleckern

Der schwäbische Tuner Lumma, der bereits einen CLR 600 auf Basis des BMW M6 präsentierte, bringt nun den CLR 500 RS auf M5-Basis auf den Markt. Die nach allen Regeln der Tuner-Kunst veredelte Fahrmaschine stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass ein M-Modell aus München noch lange nicht das Maß aller Dinge ist.

Zehn Zylinder und 560 PS
BMW setzt bei seinen M-Fahrzeugen auf das Hochdrehzahlkonzept. Der Zehnzylinder-Motor des M5 hat den Charakter eines Formel-1-Triebwerks. Doch gemäß der alten Rennfahrerweisheit ,Leistung kann man nie genug haben", sind auch die 507 Serien-PS dem ein oder anderen M5-Besitzer bald zu wenig. Also was tun, um den Extra-Kick zu bekommen? Antwort: Zu Lumma fahren und die Leistungssteigerung auf 560 PS ordern. Eine umfassende Elektronik-Optimierung des Steuergeräts ist obligatorisch. Größere Metall-Rennkatalysatoren und eine Racing-Auspuffanlage kitzeln zusätzliche Pferdchen aus dem V10-Aggregat. Dank einer Vmax-Aufhebung ist die bayerische Rennlimousine nach der Lumma-Kur 327 km/h schnell.

Zehn Zentimeter breiter als M5
Das Äußere des CLR 500 RS macht deutlich: Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der Tuner verbreitert die Karosserie des M5 um zehn Zentimeter. Zum spektakulär aussehenden Body-Kit gehören eine neue Frontspoilerstoßstange, Radlaufverbreiterungen und eine Heckschürzenstoßstange. Letztere kann mit einem Racing-Diffusor aufwarten. In die Heckschürze sind zwei 115 Millimeter große Auspuffendrohre eingelassen. Auffällig ist der CLR 500 RS vor allem durch die orangefarbene Lackierung. Um auch unter der Haube etwas fürs Auge bieten zu können, bekam der modifizierte BMW ein Motoroptikpaket. Es besteht aus Luftsammler- und Luftfiltergehäusen aus Karbon sowie roten Zylinderkopfabdeckungen.

Leichtbau dank Kohlefaser-Kevlargewebe
Um das Verhältnis von Leistung und Gewicht zu verbessern, bekam der CLR 500 RS noch eine Kofferraumklappe in Leichtbauweise. Sie besteht aus Kohlefaser-Kevlargewebe. Da Chrom in den seltensten Fällen zu einem so sportlichen Fahrzeug passt, beschichtete Lumma alle Chromteile mit Echtkarbon.

21-Zoll-Felgen und Sportfahrwerk
Die dreiteiligen Felgen im 21-Zoll-Format bestehen aus Aluminium und Edelstahl. Sie sind hochglanzpoliert und besitzen einen titanfarbenen Radstern mit fünf Speichen, die sich Y-förmig zum Felgenbett hin verästeln. Mit 255er-Pneus auf der Vorder-, und 295er-Gummis auf der Hinterachse soll eine standfeste Verbindung zur Fahrbahn garantiert werden. Ein H&R-Sportfahrwerk senkt den Schwerpunkt des Renners um 40 Millimeter ab.

Bicolor-Leder im Innenraum
Im Innenraum sorgt eine Bicolor-Lederausstattung in auffälligem Lamborghini-Orange für eine sportliche Atmosphäre. Passend dazu offeriert Lumma auch die sonstigen Interieurteile in orangefarbenem Karbon. Die Instrumente passt der Winterlinger Tuner ebenfalls farblich der Außenlackierung an. Die Tachoskala wurde auf 360 km/h erweitert. Den letzten Schliff im Cockpit besorgen Pedale und eine Fußstütze aus eloxiertem Aluminium. Für alle verbauten Teile gibt es ein TÜV-Teilegutachten.

Bodykit für 11.950 Euro
Der CLR 500 RS ist bereits bestellbar. Der Bodykit schlägt mit 11.950 Euro zu Buche. Den Kofferraumdeckel in Sichtkarbon-Optik gibt es für 7.950 Euro. Die Karbon-Außenspiegelgehäuse kosten 1.120 Euro. Karbon-Türgriffe sind ab 2.000 Euro zu haben. Der Radsatz im 21-Zoll-Format wechselt für 8.610 Euro den Besitzer. Die Leistungssteigerung kostet 6.500 Euro. Eine Komplett-Lederausstattung für den Innenraum gibt es ab 19.900 Euro.

Bildergalerie: Die 327-km/h-Rakete