Anders als der in Detroit gezeigte Hybridantrieb völlig emissionsfrei

Rüsselsheim / Schanghai (China), 24. April 2007 – Eines der Highlights auf der Detroit Motor Show im Januar 2007 war der Chevrolet Volt. Die Studie mit Hybridantrieb besitzt eine Lithium-Ionen-Batterie, die 65 Kilometer Reichweite ermöglicht. Wenn der Akku leer ist, wird er von einem kleinen Dreizylinder-Turbomotor wieder aufgeladen, der mit Bioethanol betrieben wird. Auch dann wird das Auto vom Elektromotor angetrieben. Nun stellt General Motors einen alternativen Antrieb für das Auto vor. Auf der Shanghai Motorshow (22. bis 28. April 2007) erlebt ein Brennstoffzellenantrieb für den Volt seine Premiere.

Größere emissionsfreie Reichweite
Auch diese zweite Variante des von GM so genannten E-Flex-Antriebssystems arbeitet mit einer Lithium-Ionen-Batterie. Doch ist die emissionsfreie Reichweite mit bis zu 480 Kilometern deutlich größer. Anders als die erste Variante ist der brennstoffzellengetriebene Volt ein wirkliches Zero Emission Vehicle. Die Batterie wird entweder mit Strom von der Brennstoffzelle aufgeladen oder vom Stromnetz eingespeist. Beim Laden der Fahrzeugbatterie an einer Steckdose steigt die Reichweite um 34 Kilometer.

Flexible Systemarchitektur
Wie der Name schon sagt, ist das E-Flex-System eine flexible, vollelektrische Fahrzeugarchitektur. Dabei kann der zum Antrieb verwendete Strom aus unterschiedlichen Quellen stammen. Bei der Detroit-Studie kam er von dem kleinen Bioethanolmotor. In der neuen Variante stammt er aus der Brennstoffzelle, also aus der elektrochemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff.

Effizienz gegenüber Sequel verdoppelt
Die nun eingesetzte, fünfte Generation des Brennstoffzellensystems von GM ist nur halb so groß wie ihre Vorgängerin – bei gleichen Leistungsdaten. Die vierte Generation kommt derzeit im Konzeptfahrzeug Chevrolet Sequel zum Einsatz. Während der Sequel acht Kilo Wasserstoff an Bord hat und eine Reichweite von 480 Kilometern erzielt, kommt der Brennstoffzellen-Volt ebenfalls 480 Kilometer weit, benötigt dafür aber nur vier Kilogramm Wasserstoff. Seine Reichweite beträgt damit 120 Kilometer pro Kilogramm Treibstoff.

30 Prozent leichter als der Sequel
Zur Effizienz trägt auch die Verwendung leichter Materialien bei. Mit einem Gewicht von 1.588 Kilo wiegt er 30 Prozent weniger als der Sequel. Die komplette Brennstoffzellen-Antriebstechnik passt unter die Motorhaube und benötigt nicht mehr Platz als ein Vierzylinder mit Automatikgetriebe. GM-Radnabenmotoren der dritten Generation an der Hinterachse übertragen beim Volt die Kraft auf die Straße. Die neuen Induktionsmotoren sind leichter und stärker als bei der 2003 gezeigten ersten Generation.

Brennstoffzellen-Volt