Oldtimer und Concept Cars zeigen Design von gestern und morgen

Der Comer See hat zwei glanzvolle Tage im Zeichen des Automobildesigns erlebt. Beim Concorso d'Eleganza Villa d'Este vom 21. bis 22. April 2007 stellten sich 53 Automobile der Baujahre 1919 bis 1971, unterteilt in acht Wettbewerbsklassen, den Blicken der Jury und des Publikums. Zum neunten Mal fand der Concorso unter der Schirmherrschaft von BMW statt.

Zagato zeigte Weltpremiere
Die Zukunft des Automobildesigns zeigte sich im Wettbewerb der aktuellen Concept Cars. 13 Fahrzeuge eröffneten Perspektiven auf die Welt des Automobils von Morgen. Wie im vergangenen Jahr fand sich unter den Teilnehmern wieder eine Weltpremiere: Die Carrozzeria Zagato stellte den Maserati GS Zagato zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.

Trofeo BMW Italia an Alfa Romeo
Die Trofeo BMW Italia ging an den Alfa Romeo 6C 1750 GS Flying Star aus dem Jahr 1931. Für den Alfa Romeo fertigte die Carrozzeria Touring aus Mailand eine Spezial-Karosserie, die als ,Flying Star" in die Automobilgeschichte eingegangen ist.



Hommage an das Gewinnerfahrzeug von 1940
Die BMW Group zeigte außer Konkurrenz erstmals das Concept Coupé Mille Miglia 2006 einer breiten Öffentlichkeit. Die Hommage an das Gewinnerfahrzeug von 1940, das BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé, wird nach seinem Auftritt am Comer See ab 2008 im BMW Museum zu sehen sein.

BMW ehrt Mercedes
Die Trofeo BMW Group ging an den Mercedes-Benz SSK aus dem Jahr 1930. Dieser SSK wurde nach den Entwürfen von Felice Trossi bei dem englischen Karrosseriebauer Willi White in England hergestellt. Es ist einer der wenigen Mercedes-Benz SSK mit Spezial-Karosserie. Der Auftraggeber und seine Farbe brachten ihm den Titel ,der schwarze Prinz". Das Fahrzeug stammt aus der Ralph Lauren Collection.

Bugatti bekommt Publikumspreis
Der Publikumspreis Coppa d'Oro Villa d'Este und damit der Hauptpreis der Besucher ging an den Bugatti 57C Cabriolet Voll & Ruhrbeck aus dem Jahr 1939. Das Chassis des Fahrzeugs wurde vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges an den deutschen Bugatti-Importeur Noll in Düsseldorf ausgeliefert. Der Bugatti war anschließend im Besitz der norwegischen Eislauf-Olympiasiegerin Sonja Heine. Nach einer kompletten Restaurierung war der Wagen jetzt erstmals wieder in seiner Originalausführung in Europa zu sehen.

Alfa als am besten erhaltenes Auto
Der Trofeo FIVA für das am besten erhaltene Auto ging an einen Alfa Romeo 6C 1750 SS Spider Zagato aus dem Jahr 1929. Mit der Leichtbaukarosserie war das Fahrzeug wie maßgeschneidert für den Rennsporteinsatz und gewann 1929 die Mille Miglia. Der Preis für die weiteste Anreise, verliehen durch den Automobilclub von Como, ging an das BMW 335 Cabriolet Autenrieth. Den Besitzer führte seine Reise mit dem viertürigen Cabriolet vom Norden Norwegens bei Schneesturm bis ins sonnige Como.

Ferrari P4/5 Pininfarina mit Designpreis
Ganz in der Tradition des Wettbewerbs gibt es nunmehr seit sechs Jahren einen Designpreis für die besten modernen Konzeptfahrzeuge. Der Concorso d'Eleganza Villa d'Este Design Award ging an den Ferrari P4/5 Pininfarina. Vom sensationellen Supercar Ferrari Enzo baute man in Maranello genau 400 Stück. Dies war dem amerikanischen Filmproduzenten und Börsenexperten James M. Glickenhaus nicht exklusiv genug. Der Ferrari-Sammler beauftragte die Carrozzeria Pininfarina in Turin mit dem Bau einer Spezial-Karosserie auf Basis eines Standard-Enzo. Die Karosserieform des P4/5 ist eine Reminiszenz an die legendären Daytona-Sieger Ferrari 330 P4 von 1967.

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