Die Amerikaner wollen den Mittelklasse-Markt mit einem Muscle Car aufmischen

Dodge drängt nach Europa. Der Caliber fährt bereits, den Nitro kann man bald bekommen. Jetzt nimmt sich die Marke mit dem Widder das so genannte D-Segment, also den Markt für Mittelklasse-Limousinen, vor.

Muscle-Cars-Style
Der Avenger (Rache) wird sich als seriennahe Studie erstmals auf dem Pariser Autosalon (30. September bis 15. Oktober 2006) in blutrünstigem Inferno-Rot zeigen. Dodge legt auf einen kräftig sportlichen Auftritt großen Wert. Die von den Amerikanern gefühlte Langeweile im Mittelklasse-Segment soll durch den frischen Wind des Avenger weggeblasen werden.

Ganz klar ein Dodge
Über Geschmack kann man trefflich streiten, aber was man den amerikanischen Herstellern zugute halten muss, ist, dass sie immer ihren eigenen Design-Stil vertreten. So ist auch die Herkunft des Avenger unverkennbar. Der Kühlergrill wird durch ein Kreuz geteilt, in dessen Mitte das Widder-Logo prangt. Die Scheinwerfer sind mächtig groß und kantig. Dodge selbst bezeichnet das Outfit des Wagens als knackig-eckig. Fahren kann der Avenger auf silberfarbenen 19-Zoll-Rädern, die über fünf Speichen mit der Radnabe verbunden sind. Das Ganze spielt sich in leicht ausgestellten Radhäusern ab.

Neue Töne
Gerade der hintere Teil mit dem in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler ruft noch mal die Zeit der Muscle Cars herbei. Dort sitzt auch ein Diffusor, der für niedrigen Luftwiderstand und geringeren Spritverbrauch sorgen soll. Das Ende vom Lied der Kraftstoffverbrennung wird durch ein doppeltes Chromendrohr gesungen. Unter der langen Haube des Mittelklasse-Dodge könnte vornehmlich ein 2,0-Liter-Turbodiesel sein Werk verrichten. Im benzinverliebten Amerika hat man also erkannt, dass man in Europa mit einem Diesel gut landen kann.
(gh)

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