Vom sächsischen Flitzer wurden nur 101 Exemplare gebaut

Sportwagen waren in der ehemaligen DDR eine absolute Seltenheit. Eine der wenigen Ausnahmen stellte der Melkus RS 1000 dar. Zwischen 1969 und 1979 wurden insgesamt 101 Exemplare der seltenen Ost-Rarität gebaut. Die technische Grundlage des RS 1000 bildet das Chassis eines Wartburg AWE 353.

Nur mit Nachweis
Die Wartezeit für den Sportler mit Flügeltüren betrug in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Doch nicht jeder mit genügend Kleingeld und Geduld kam in den Genuss eines Melkus. Er durfte nur von ausgewählten DDR-Bürgern und Rennfahrern erworben werden, die den Nachweis einer rennsportlichen Tätigkeit vorlegen konnten.

Sonderversion zu Ehren des Firmengründers
Unter der Motorhaube werkelt ein Dreizylinder-Zweitakter. Der Einliter-Motor der Serienversion mit Straßenzulassung leistet 75 PS und beschleunigt den nur 800 Kilogramm schweren Dresdner auf eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h. Aufgrund der großen Nachfrage von Sammlern und zu Ehren des verstorbenen Firmengründers Heinz Melkus wird nun eine auf 15 Exemplare limitierte Sonderversion des RS 1000 aufgelegt. Den Mittelmotorsportler gibt es auch in einer 85 PS starken Rennversion mit Straßenzulassung und als Rennversion ohne Straßenzulassung mit 95 PS Leistung. Die Außenhaut der Sachsen-Flitzer besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, Rahmen und Fahrgastzelle sind aus solidem Stahl.

Bildergalerie: Seltener Ost-Flitzer