Krefelder Jaguar-Veredler verpasst dem XF mehr Leistung und eine neue Optik

Eleganz, dezente Sportlichkeit und Understatement zeichnen seit jeher englische Automobile aus. Wenn es denn doch eine Spur auffälliger und eindeutig sportlich sein darf, steht der Krefelder Jaguar-Spezialist Arden bereit. Auch den S-Type-Nachfolger XF hat sich der Tuner inzwischen vorgenommen und bietet eine Rundumkur für den stylischen ,Sports-Saloon" an. Derart umgerüstet legt der XF gar seinen Geburtsnamen ab und hört auf die Bezeichnung Arden Jaguar AJ 21.

Neue Front
Der Jaguar XF bekommt ein komplett neues Gesicht, das sich an der Optik des Vorgängermodells orientiert. Große Lufteinlässe sollen eine optimale Kühlung von Motor und Bremsanlage gewährleisten. Laut Arden verringert die Tuning-Front zudem bei hohen Geschwindigkeiten den Auftrieb an der Vorderachse. Ein weiteres Highlight der überarbeiteten XF-Front sind die beiden LED-Tagfahrlichtstreifen, die beim Serienmodell fehlen. Darüber hinaus erhält der Wagen Seitenschweller mit eingearbeiteten Lufteinlässen. Spätestens am Hinterteil ist es vorbei mit britischem Understatement: Ein großer Heckspoiler, ein Abschluss im Diffusorlook und vier fette Endrohre machen dem Betrachter sofort klar, dass dieser Jaguar bei Arden in Behandlung war. Für den souveränen Fahrbahnkontakt erhält der Wagen ein speziell abgestimmtes Sportfahrwerk und 21-Zoll-Schmiederäder. Inklusive Montage und Lackierung berechnet Arden für Bodykit und Heckspoiler 17.886 Euro.

Muskulöses Kätzchen
Beim serienmäßigen XF stehen vier Triebwerke zur Verfügung. Den Einstieg markiert der 207 PS starke 2,7-Liter-V6-Turbodiesel, ferner gibt es einen 3,0-Liter-V6, einen 4,2-Liter-V8-Otto sowie einen 4,2-Liter-Benziner mit Kompressor und einer Basisleistung von 416 PS. Die Rheinländer bieten für drei der vier Motoren eine Leistungssteigerung an. Den Turbodiesel etwa bringt Arden durch Chip-Tuning auf 247 PS und erhöht gleichzeitig das Drehmoment um 82 Newtonmeter. Der Preis fällt mit 1.483 Euro noch relativ moderat aus. Etwas tiefer in die Tasche greifen muss, wer die V8-Benziner aufmöbeln lassen will. Der natürlich beatmeten Version haucht Arden mittels Hubraumerweiterung auf 4,5 Liter, geschmiedeten Kolben und Pleuel sowie geändertem Ölkreislauf, Sportabgasanlage und Metallkats 80 zusätzliche Pferdestärken ein. Kostenpunkt: 33.915 Euro.

Teurer Tuning-Spaß
Das obere Ende der Fahnenstange markiert der überarbeitete SV8: Zusätzlich zur Hubraumvergrößerung verbaut der Tuner hier noch einen neuen Schraubenkompressor und einen Steuerchip zur Aufhebung der Vmax-Begrenzung. Das Resultat sind 135 Zusatz-PS und eine Rechnung von mindestens 58.905 Euro. Nicht einkalkuliert sind dabei die Maßnahmen zur Verstärkung des Getriebes und der Hinterradaufhängung, die bei dieser Leistungsstufe nötig werden.

Interieur mit besonderer Note
Auch im Innenraum legt Arden Hand an. So zeichnen die hauseigene Polsterei und Kunstschreinerei für zahlreiche veredelnde Komponenten verantwortlich. Wer die britische Noblesse bevorzugt, kann Interieur-Applikationen aus Edelholz ordern. Motorsportfans können sich für Karbonteile zur Schmückung des Cockpits entscheiden. Noble Polster in Leder oder Alcantara runden die Innenraum-Veredlung ab.

Arden dopt den Jaguar XF