Der kompakte Nemo kommt ab Frühjahr 2008 nach Deutschland

Woran denken sie beim Namen Nemo? An einen Zeichentrick-Fisch oder den Kapitän aus einem Roman von Jules Verne? Ab sofort kommt eine weitere Bedeutung hinzu, die speziell für preisbewusste Gewerbetreibende oder nutzwertorientierte Privatpersonen mit erhöhtem Platzbedarf von Interesse ist. Citroën stellt auf der Bologna Motor Show vom 7. bis zum 16. Dezember 2007 den neuen Kleintransporter Nemo vor.

Modernes Styling im Dreierpack
Der Nemo ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Firmen Fiat, Peugeot und Citroën. Gemeinsam mit seinen Kollegen Fiat Fiorino, Peugeot Bipper wird der neue Kleintransporter von Citroën im türkischen Bursa gebaut. Die Gesamtkapazität der dortigen Anlagen beträgt 300.000 Fahrzeuge im Jahr.

Markante Hülle im kompakten Format
Auffällig ist die äußere Hülle des Nemo: Die Front wird von einem riesigen Stoßfänger dominiert. Der Rest des Wagenkörpers macht hingegen einen gelungenen Gesamteindruck. Mit einer Länge von 3,86 Meter entspricht der Nemo den Abmessungen eines Citroën C3. Ein Wendekreis von unter zehn Meter soll dem Nemo in seinem prädestinierten Einsatzgebiet, der Stadt, Vorteile verschaffen. Trotz der kurzen Maße weist der Kleintransporter ein Ladevolumen von 2,5 Kubikmeter auf und besitzt 610 Kilo Nutzlast. Die normale Laderaumlänge beträgt 1,52 Meter am Boden. Sie kann durch einen umklappbaren Beifahrersitz namens ,Extenso" kann auf fast 2,50 Meter vergrößert werden. Als besonderer Clou kann der Sitz kann ganz im Boden versenkt werden. Die maximale Innenhöhe beträgt im Nemo 1,18 Meter. Der Standard-Zugang zum Laderaum wird durch asymmetrische Klapptüren gewährt. Optional sind auch ein oder zwei seitliche Schiebetüren erhältlich. In diesem Fall beträgt die nutzbare Höhe der seitlichen Öffnung 1,04 Meter und die Breite bis zu 64 Zentimeter.

Sonderausstattung für grobe Aufgaben
Für den Einsatz in unebenem Gelände kann ein ,Baustellen"-Paket geordert werden. Es beinhaltet eine verstärkte Federung mit erhöhter Bodenfreiheit, 15-Zoll-Räder, ein Motor-Schutzblech, verbreiterte seitliche Rammschutzleisten, vergrößerte Seitenschweller und Schmutzfänger. Im Cockpit findet sich ein an Pkw orientiertes Armaturenbrett. Auch in Sachen Sonderausstattungen ist die Palette fast so groß wie für Pkw: Erhältlich sind eine Bluetooth-Freisprechanlage, Beifahrer- und Seitenairbags oder eine hintere Einparkhilfe. Serienmäßig findet sich im Nemo ein variables Schutzgitter, welches zum Beispiel ohne jegliche Demontage seitlich zum Fahrer geklappt werden kann, wenn der Beifahrersitz versenkt wurde.

Zwei Motoren stehen zur Auswahl
Motorenseitig bietet Citroën zwei Aggregate an. Der Diesel leistet 68 PS und entwickelt ein Drehmoment von 160 Newtonmeter. Als Höchstgeschwindigkeit werden 152 km/h genannt. Die Franzosen versprechen einen Gesamtverbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer und einen Ausstoß von 119 Gramm CO2 pro Kilometer. Im Laufe des Jahres 2008 soll auch ein automatisiertes Fünfganggetriebe für den Diesel lieferbar sein. Negativ ist aber, dass für den Selbstzünder kein Rußpartikelfilter lieferbar ist. Begründet wird dies mit der Größe des Motors und der Preisgestaltung des Fahrzeugs. Die Freunde des Benziners können auf einen 1,4-Liter-Motor mit 73 PS zurückgreifen, der insgesamt 6,9 Liter verbrauchen soll. Hier beträgt die Spitze 157 km/h. Beide Aggregate besitzen serienmäßig Fünfgang-Schaltgetriebe. Positiv: Die Wartungsintervalle des Nemo gibt Citroën mit 30.000 Kilometer oder zwei Jahren an. Der kleine Lademeister soll im Frühjahr 2008 auf den deutschen Markt kommen. Genaue Preise nennt Citroën noch nicht, sie dürften jedoch bei etwa 10.000 Euro starten.

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