Ami-Limousine kommt mit 564 PS und Kompressor-V8-Motor nach Deutschland

Bescheidenheit war noch nie ein ausgeprägter Wesenszug amerikanischer Automobilbauer. Im Gegenteil: Bei US-Autos gilt die Devise ,Big is beautiful". Jetzt bringt General Motors mit dem Cadillac CTS-V einen Achtzylinder-Dampfhammer mit 564 PS im Limousinenkleid. Damit sind ihm die Blicke von Fahrern eines BMW M5 oder Mercedes E63 AMG gewiss.

Motor aus der Corvette
Beim Herz des Wagens handelt es sich um einen 6,2 Liter großen V8-Motor, dem ein Kompressor beim Atmen hilft. 747 Newtonmeter Drehmoment stehen bei 3.800 Touren zur Verfügung. Dasselbe Aggregat arbeitet auch in der Corvette ZR1; dort gar mit 620 Pferden. Mit diesem Motor sprintet der CTS-V in rund vier Sekunden auf Tempo 100 und gehört damit zu den spurtstärksten V8-Limousinen auf dem Markt.

Schaltwippen am Lenkrad
,Der CTS-V ist die Fortführung unserer Fähigkeiten in Sachen Design, Technik und Leistung", sagt Jim Taylor, Cadillac-Chef in Amerika. Neben dem Motor wurde auch die elektronische Dämpferregelung ,Magnetic Ride Control" überarbeitet. Die Gänge können entweder mit einer Sechsgang-Schaltung oder einer Sechsgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad sortiert werden.

Rekord auf der Nordschleife
Im Rahmen der Fahrwerksabstimmung hat Cadillac am 8. Mai 2008 einen Rekord für Limousinen mit Straßen-Serienreifen aufgestellt. Ort war die ,grüne Hölle", die Nordschleife am Nürburgring. In 7:59,32 Minuten umrundete Testfahrer John Heinricy die Strecke. Der CTS-V erlebte auf der Detroit Motor Show im Januar 2008 seine Weltpremiere. In Deutschland soll der Wagen ab Ende des Jahres beim Händler stehen. Der Preis war noch nicht zu erfahren.

Bildergalerie: Cadillac bringt CTS-V