Neue Karosserievariante des Mittelklässlers startet im Herbst 2008

Es ist seit Jahren eine Tatsache: In der so genannten ,Golf-Klasse" entscheiden sich die europäischen Käufer mit großer Mehrheit für die Versionen mit Fließ- beziehungsweise Steilheck. So sieht es auch Mitsubishi und geht von einem Anteil von 75 Prozent im C-Segment aus. Umso problematischer ist daher für die Japaner, dass der neue Lancer bislang nur als viertürige Stufenhecklimousine angeboten wird. Dieser Zustand soll ab Herbst 2008 mit der Einführung einer fünftürigen Sportback-Variante geändert werden.

Premiere in Paris
Seine Messevorstellung feiert der fünftürige Lancer Sportback auf dem Pariser Automobilsalon vom 4. bis zum 19. Oktober 2008. Die neue Karosserievariante wurde nach Angaben von Mitsubishi speziell für den europäischen Markt entworfen. Die Frontpartie des Fahrzeugs weist eine weitere Variation des bekannten ,Jetfighter"-Designthemas auf. Der Sportback besitzt einen voll ausgeformten Grill mit matt-schwarzem Finish und Chromeinfassung. Bei der generellen Formgebung orientierte sich Mitsubishi an der 2005 gezeigten Studie ,Concept-Sportback". Die neue Rückansicht des Fließheck-Lancers zeigt die Familienähnlichkeit zur Limousine, besonders auffällig ist der serienmäßige Dachspoiler.

Viel Platz im neuen Heck
Der Sportback ist einen Zentimeter länger als das Stufenheck, jedoch viel variabler. Für genügend Platz sorgen ein höhenverstellbarer Laderaumboden und einfach klappbare Rückenlehnen. Je nach Position des Bodens liegt das Ladevolumen zwischen 288 und 344 Liter und lässt sich auf maximal 1.394 Liter ausbauen. Der auf dem Vorgängermodell basierende Lancer Kombi wird übrigens 2008 auslaufen und keinen Nachfolger erhalten.

Saubere Diesel am Start
Die zunächst verfügbaren Motoren sind bereits aus der Limousine bekannt. Es handelt sich um einen Benziner mit 143 PS und einen Diesel mit 140 PS. Zusätzlich ins Programm kommt ein Einstiegs-Benziner mit 109 PS. Ab Frühjahr 2009 wird der noch aus dem VW-Regal stammende 140-PS-Selbstzünder durch neue Dieselaggregate ersetzt, welche die Euro-5-Norm erfüllen. Bereits auf der IAA 2007 und der Tokyo Motor Show 2007 wurden zwei Motoren gezeigt. In der Studie Concept-cX steckte ein Selbstzünder mit 136 PS Leistung aus 1,8 Liter Hubraum und einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmeter. Im Concept ZT kam ein 2,2-Liter-Diesel mit 190 PS und 400 Newtonmeter zum Einsatz. Er kann mit dem Doppelkupplungsgetriebe SST kombiniert werden, welches bereits im Lancer Evolution arbeitet.

Lancer Ralliart: Der zahme Evolution
Ebenfalls Premiere in Paris feiern die Ralliart-Varianten des Lancer. Mit einem verringerten Einsatz von Hightech und optisch etwas dezenter als der Lancer Evolution möchte man eine breite Zielgruppe ansprechen. Das Karosserie- und Raddesign entspricht den normalen Lancer-Modellen, einzig die Aluminium-Motorhaube mit speziellen Lufteinlässen stammt vom Evolution. Unter dem Leichtmetalldeckel arbeitet eine leistungsreduzierte Variante des Evolution-Motors mit 240 statt 295 PS. Zur Kraftübertragung kommt das SST-Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz, aber ohne das ,Super Sport"-Schaltprogramm des Evolution. Auch das permanente Allradsystem AWC stammt aus dem Super-Lancer, muss aber ohne aktive Giermomentregelung und Sport-ABS auskommen. Optimiert wird die Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheibenbremsen an der Vorderachse. Die Markteinführung des Lancer Ralliart ist für das Jahr 2009 vorgesehen.

Preise noch unbekannt
Details zu möglichen Preisen gab Mitsubishi noch nicht bekannt. Die Lancer Limousine startet bislang als 143-PS-Benziner bei 19.250 Euro. Da der Sportback eine Einstiegsvariante mit 109 PS bereithält, dürfte der Preis deutlich darunter liegen. Mitsubishi zufolge soll bei gleichen Motoren der Aufpreis für das neue Heck aber so gering wie möglich gehalten werden.

Neuer Lancer Sportback