Der ADAC hat wieder Ski-Dachboxen getestet

Der Ski ist mit 30 km/h unterwegs, anscheinend sicher verstaut in einer Dachbox. Plötzlich muss das mit der Dachbox verbundene Auto aus dieser harmlos erscheinenden Geschwindigkeit abbremsen – und der Ski macht sich auf den Weg. Er durchbricht die Boxenwand und landet vor dem Auto auf der Straße. Verkehrsteilnehmer vor dem Auto wären von dem Wintersport-Geschoss akut gefährdet. Beim ADAC-Dachboxen-Test 2006 war dieses Szenario bei der Hälfte aller Testkandidaten gefährliche Wirklichkeit. Jetzt hat der Automobilklub nachgetestet, ob der ein oder andere Hersteller dazugelernt hat.

Thule hat Hausaufgaben gemacht
Der große Verlierer 2006: Thule mit der Dachbox ,Atlantis". Das teuerste Produkt im Test löste sich komplett vom Pkw-Dach. Der renommierte schwedische Hersteller reagierte geschockt und versuchte in einer Hau-Ruck-Aktion mit einem Gegen-Gutachten seinen Ruf zu retten. Jetzt haben die Schweden technisch reagiert: Ein dritter Spanngurt dient der Ladungssicherung und die beanstandete Schnellbefestigung wurde verstärkt. So bleibt die Box auf dem Dach und obwohl der vordere Spanngurt reißt, verbleibt auch die Ladung in der Box. Lohn der Mühe: Die Thule Atlantis 780 fährt jetzt die Note ,gut" ein.

Atera Carver 411 um einen Platz besser
Bei der Atera Carver wurden die versagenden Kunststoffverschlüsse gegen stabile Metallkonstruktionen ausgetauscht. Da eine Kette aber immer nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied, gehen jetzt die Zurrösen aus Kunststoff zu Bruch. Deshalb durchschlägt das Ladegut die Boxenwand, bleibt aber auf halber Höhe hängen. So klettert die Atera von ,mangelhaft" auf ,befriedigend".

G3: Unbelehrbarer Verlierer
Nichts geändert hat sich bei G3. Die mangelhafte Box G3 Cargo 12 wurde zwar aus dem Programm genommen, die ebenfalls mit mangelhaft bewertete G3 Pegaso 450 ist aber unverändert im Handel. So bleibt es beim katastrophalen Testergebnis mit dem Urteil ,mangelhaft".

Bildergalerie: ADAC-Dachboxen-Test