Engländer zeigen ein Concept Car mit Zwölfzylinder-Motor – Kleinserie möglich

Anlässlich der Eröffnung des hauseigenen Designstudios im englischen Gaydon hat Aston Martin als Überraschung die Studie V12 Vantage RS vorgestellt.

Karosserie vom Vantage mit Leichtbau
Formal orientiert sich der V12 Vantage RS am neuen Vantage Coupé mit Achtzylindermotor. Im Gegensatz zu diesem wurde der Aufbau der Studie konsequent auf Leichtbau getrimmt. Unter anderem sind Motorhaube und Kofferraumdeckel aus Kohlefaser gestaltet. Insgesamt soll der starke Aston dank gezielter Abspeckmaßnahmen ein Gewicht von unter 1.600 Kilo erreichen. Um die Kraft der zwölf Zylinder sicher auf die Straße zu bringen, besitzt die Studie Bremsscheiben aus Karbon-Keramik mit Kühleinlässen im Frontstoßfänger und einen bei hohen Geschwindigkeiten automatisch ausfahrenden Heckspoiler. Dennoch wurde das Äußere des englischen Sportlers relativ dezent gehalten, Aston Martin spricht von einem ,subtil-aggressiven Exterieur".

Leistungsgesteigerter Motor aus dem DB9
Unter der Haube des V12 Vantage RS arbeitet, wie der Name schon vermuten lässt, ein Zwölfzylinder mit sechs Liter Hubraum. Er stammt ursprünglich aus dem Aston Martin DB9, leistet ab dank diverser Optimierungen statt 456 nunmehr 608 PS. Das Triebwerk weist eine Trockensumpfschmierung auf, geschmiedete Kolben und Stahlpleul verhelfen zusammen mit modifizierten Zylinderköpfen zu einem maximalen Drehmoment von 690 Newtonmeter bei 5.000 Umdrehungen pro Minute. Markante Lüftungsöffnungen in der Motorhaube sorgen für eine angemessene Kühlung des Aggregats.

Das schnellste Straßen-Aston Martin aller Zeiten
Insgesamt ergibt sich ein Leistungsgewicht von 380 PS pro Tonne, wodurch der V12 Vantage RS zum schnellsten Aston Martin-Straßenfahrzeug aller Zeiten wird. Das Unternehmen gibt einen Wert von vier Sekunden für die Beschleunigung auf 100 km/h an, 160 km/h soll in 8,5 Sekunden erreicht sein. Die Optik der Studie wirkt bereits sehr seriennah, sodass der Bau einer Kleinserie im Bereich des Möglichen scheint. Auch Ulrich Bez, Chef von Aston Martin, hält alle Optionen offen. Sollte eine ausreichende Nachfrage nach dem V12 Vantage RS bestehen, wird man eine Kleinserienproduktion in nächster Zukunft erwägen. Der Preis würde dann die Exklusivität des Fahrzeugs ausdrücken, so Bez. Zudem habe man mit den neuen Produktionsanlagen in Gaydon gute Voraussetzungen, um Aston Martin als den besten unabhängigen Produzenten luxuriöser Sportwagen zu etablieren.

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