Der ADAC rät: Ablenkungen während der Fahrt vermeiden

Innerhalb des Autos lenken viele Geräte die Blicke der Autofahrer von der Straße ab. Das kann zu einer großen und oft unterschätzten Gefahr im Straßenverkehr werden. Zu viele Informationen, mangelnde Eindeutigkeit und Ablenkung durch Bewegungsreize können in hohem Maße zur visuellen Überforderung des Autofahrers beitragen, so Augenspezialist Professor Helmut Wilhelm von der Universität Tübingen. Eine vor kurzem durchgeführte Umfrage des ADAC und mehrerer europäischer Automobilclubs zeigt außerdem, dass Autofahrer sich vom Schilderwald auf Deutschlands Straßen überfordert fühlen.

Viele Ablenkungen während der Fahrt
Die visuelle Überforderung lässt sich gerade an den Navigationsgeräten, ob fest an der Mittelkonsole oder mit einem Saugnapf an der Frontscheibe befestigt, deutlich machen, so der ADAC. Die Orientierungshilfen sind bei der Suche nach Adressen oder Parkflächen im Großstadtbereich hilfreich, aber auf Fahrten über Land oder auf Autobahnen können die vielfältigen Informationen, die die Geräte bieten, schnell ablenken. Das Einstellen des Radiosenders hat dabei den gleichen Effekt: Die Augen schweifen von der Straße ins Innere des Fahrzeugs. Schon bei einem nur eine Sekunde dauernden Blick auf Radio oder Navi werden bei einer Autobahnfahrt mit 150 km/h mehr als 40 Meter zurückgelegt, ohne dass sich die Augen auf den Verkehr konzentrieren, warnt der ADAC. Auch der wachsende Schilderwald an Straßen und in Städten lenkt den Blick der Verkehrsteilnehmer immer länger und öfter ab.

Visuell überfordert
Im Zuge der so genannten EuroTest-Umfrage zum Schilderwald wurden deutsche Autofahrer auch zur Beschilderung auf den Straßen befragt. Mit dem Ergebnis, dass sich 72 Prozent von der Flut an Schildern überfordert fühlen.

Visuell überfordert