Sportwagenhersteller erneuert die Elfer-Reihe Schritt für Schritt

Porsche setzt den Generationswechsel der 911-Baureihe fort. Nur wenige Wochen nach den neuen Elfern mit klassischem Hinterradantrieb folgen auch die Allradantrieb-Varianten Carrera 4 und Carrera 4S jeweils als Coupé und Cabriolet.

Elektrisch geregelter Allradantrieb
In den überarbeiteten Modellen kommt ein neuer, elektronisch gesteuerter Allradantrieb zum Einsatz, der den bisherigen Allradantrieb mit Visko-Lamellen-Kupplung ablöst. Das für den 911 Turbo entwickelte und für die Carrera-Modelle modifizierte System soll mehr Fahrstabilität, eine verbesserte Traktion und ein agileres Handling sorgen. Eine serienmäßige mechanische Hinterachsquersperre unterstützt dieses System.

Neue Direkteinspritzer-Motoren
Wie in den überarbeiteten Varianten mit Heckantrieb erhalten auch der Carrera 4 und der Carrera 4S neue Boxermotoren mit Benzin-Direkteinspritzung. Als Option ist außerdem das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) erhältlich. Der 3,6-Liter-Motor leistet jetzt 345 PS und somit 20 Pferdestärken mehr als das Vorgänger-Aggregat. Der Spritverbrauch hingegen soll künftig geringer ausfallen. So soll beispielsweise ein Carrera 4-Coupé mit PDK 10,1 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer benötigen. Der 3,8-Liter-Motor des 911 Carrera 4S legte um 30 auf jetzt 385 PS zu. Der Gesamtverbrauch beim Carrera 4S Cabriolet mit PDK beträgt damit laut Hersteller 10,7 Liter auf 100 Kilometer.

Doppelkupplungsgetriebe PDK
Die neuen Allradantrieb-Sportwagen verfügen über ein Handschaltgetriebe mit sechs Gängen. Alternativ wird ein neues Doppelkupplungsgetriebe angeboten, das die bisherige Wandlerautomatik Tiptronic S ablöst. Das PDK verfügt über sieben Gänge, die ohne Zugkraftunterbrechung elektrohydraulisch gewechselt werden. Dadurch sind kürzere Schaltzeiten und ein geringerer Kraftstoffverbrauch möglich.

Dezente Überarbeitung der Karosserie
Erkennbar ist die neue Generation der 911-Baureihe an einer dezenten Überarbeitung der Front und an einer neuen Lichttechnik. Die Carrera-Modelle verfügen künftig serienmäßig über Bi-Xenon-Scheinwerfer und ein neues LED-Tagfahrlicht. Ebenfalls in LED-Technik präsentieren sich die modifizierten Heckleuchten. Darüber hinaus bietet Porsche erstmals ein dynamisches Kurvenlicht als Option an. Alle Carrera 4-Modelle besitzen auch weiterhin eine um 44 Millimeter breitere Heckpartie gegenüber den zweiradgetriebenen Versionen. Zwischen den LED-Heckleuchten gibt es zudem eine neue Reflektorblende. Das Navigations-, Informations- und Audiosystem kann künftig über ein Touchscreen-Display bedient werden. Hinzu kommen Anschlussmöglichkeiten per Bluetooth, USB sowie für den iPod.

Ab Ende Oktober 2008 auf dem Markt
Ab dem 25. Oktober 2008 sind die neuen allradgetriebenen Carrera-Modelle erhältlich. Die Preise beginnen bei 89.577 Euro für den Carrera 4. Das Carrera 4 Cabriolet sowie der Carrera 4S kosten ab 100.525 Euro, während für das Carrera 4S Cabriolet mindestens 111.473 Euro fällig werden. Somit steigen die Preise im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen zwischen 2.142 und 2.618 Euro an.

911er mit neuem Allrad