Land Rover zeigt Studie LRX auf der Detroit Auto Show 2008

Noch ist unklar, welcher neue Käufer Land Rover übernimmt. Bekanntlich möchte der jetzige Mutterkonzern Ford sowohl den Geländewagen-Spezialisten als auch Jaguar verkaufen. Um für die Brautschau attraktiv zu werden, zeigt Land Rover auf der Detroit Auto Show vom 19. bis 27. Januar 2008 die Studie LRX. Pünktlich zum 80-jährigen Jubiläum der Firmengründung soll das dreitürige SUV die Antwort auf sich wandelnde Marktanforderungen sein.

Interpretation eines Coupé-Geländewagens
Land Rover bezeichnet die Studie als ,Cross-Coupé" und ,Premium-Offroader". Sie soll eine visionäre Weiterentwicklung des Land Rover-Designs darstellen. Der LRX entstand als erstes Projekt unter der Federführung des neuen Land Rover-Designdirektors Gerry McGovern und ist kleiner als der aktuelle Freelander. Auffällige Merkmale des Fahrzeugs sind die kompakten Außenmaße und die ansteigende Seitenlinie ohne sichtbare B-Säule. Weitere markante Details sind die Neuinterpretation des klassischen Land-Rover-Gesichts, auffällige Scheinwerfer und ein hohes Heck mit kleinem Rückfenster. In den mächtigen Radhäusern finden sich 20-Zoll-Leichtmetallräder.

Edler Innenraum mit futuristischen Akzenten
Der Innenraum ist mit einer Mischung aus Leder in Gelb und Dunkelbraun sowie poliertem Aluminium eingerichtet. Bei den Instrumenten erzeugen neuartige LCD-Anzeigen ein dreidimensionales Bild, das sich für verschiedene Fahrer personalisieren lässt. Gesteuert werden alle Funktionen mithilfe eines Touchscreens. Die Instrumente versorgen den Piloten je nach Wichtigkeit abgestuft mit Informationen, um ihn weniger vom Geschehen abzulenken. Interessant ist auch das Lichtkonzept im LRX. Die Hintergrundbeleuchtung variiert je nach Fahrmodus: Grün im ,Eco"-, Rot im ,Sport"- und Blau im Standardmodus. Ein zweiter Touchscreen fungiert als Anzeige und Steuerung für die integrierte iPhone-Dockingstation.

Picknick auf der Heckklappe
Außerdem verfügt der LRX über eine Kühlbox und einen Flaschenkühler, der auch an der geöffneten Heckklappe befestigt werden kann. In der Klappe selbst sind Aluminium-Getränkehalter und zwei gepolsterte Sitzflächen integriert. Im Innenraum der Studie ermöglichen offene Sitzrahmen zusätzliche Staufächer unter den Sitzen und im Wagenboden.

Primärer Einsatz auf asphaltierten Straßen
Nach Ansicht von Land Rover orientiert sich der LRX mit seiner eher Pkw-ähnlichen Optik mehr am Straßeneinsatz denn an Geländegängigkeit. Dennoch bekommt auch die Studie allerlei Technologien eingebaut, um als Offroader bestehen zu können. So besitzt sie einen permanenten Vierradantrieb, die Bergabfahrkontrolle HDC und die neueste Version des von Land Rover entwickelten ,Terrain Response"-Antriebssystems. Letzteres soll die Traktion auf jedem Untergrund optimieren. Hinsichtlich der stärkeren Orientierung des LRX auf Einsätze in der Stadt erhält die ,Terrain Response" einen zusätzlichen Eco-Modus für emissionsärmeres Fahren in der City.

Umweltfreundliche Materialien und Technik
Mit der Wahl der Materialien für das Interieur möchte Land Rover seine Umweltkompetenz betonen. So kommt im LRX pflanzlich gegerbtes Leder zum Einsatz, die Teppiche sind aus umweltgerechtem Filz. Das Highlight ist jedoch der vanillefarbene, an Wildleder erinnernde Bezug der Türinnenseiten. Wie beim Dachhimmel handelt es sich um ein Material, das zu hundert Prozent aus alten Plastikflaschen wiedergewonnen wurde.

Der LRX soll eine Studie bleiben
Technisch übernimmt der LRX intelligente Energiemanagementsysteme und weitere umweltfreundliche Techniken von der im Jahr 2006 gezeigten Studie Land_e. Mehr Details zum Antrieb gibt Land Rover in Detroit bekannt. Der LRX soll aber eine Studie bleiben, mit der die Firma die Kundenreaktionen testen möchte. Phil Popham, Land Rover Managing Director, erwartet ein positives Feedback: ,Der LRX ist in jeder Hinsicht ein Land Rover – aber ein anderer Land Rover."

Bildergalerie: Studie Land Rover LRX