BMW testet Mini-Fahrzeuge, Renault-Nissan kooperiert mit Portugals Regierung

Eine Zeit lang verkündeten die Autokonzerne, die Zukunft liege im Brennstoffzellen-Fahrzeug. Doch seit kurzem ist eine Trendwende zu beobachten. Jetzt steht mehr und mehr der Elektroantrieb im Fokus. Nun geben der BMW-Konzern sowie die Renault-Nissan-Allianz die Erprobung von solchen lokal emissionsfreien Autos bekannt.

Rein elektrisch angetriebene Mini-Fahrzeuge
BMW will in den nächsten zwölf bis 18 Monaten einen technischen Feldversuch mit Elektrofahrzeugen auf Basis des Mini durchführen. Hierzu werden mehrere hundert Autos vorbereitet. Die im Werk Oxford gebauten Fahrzeuge werden in München entsprechend modifiziert. "Mit diesem Schritt möchte die BMW Group erste Erkenntnisse gewinnen, wie die Mobilität auf Grundlage rein elektrisch betriebener Fahrzeuge effizient gestaltbar ist", so BMW-Chef Norbert Reithofer. Einzelheiten zum Antriebskonzept und zur Vermarktung werden erst Ende 2008 bekannt gegeben.

Renault-Nissan-Allianz: Elektroautos für Portugal
Die Renault-Nissan-Allianz und die portugiesische Regierung haben ein Abkommen zur Förderung der emissionsfreien Mobilität in dem südeuropäischen Land unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Allianz in Portugal ab 2011 Serienfahrzeuge mit reinem Elektroantrieb vertreiben wird. Welche Fahrzeuge das sein werden, teilen die französisch-japanischen Partner nicht mit. Die portugiesische Regierung wird im Rahmen des Vertrags untersuchen, welche Bedingungen zu schaffen sind, um emissionsfreie Fahrzeuge für Kunden attraktiv zu machen. Außerdem soll geklärt werden, welche Infrastruktur und Partnerorganisationen erforderlich sind, um ein landesweites Netz von Ladestationen zu etablieren. Schließlich wird erprobt, wie das Bewusstsein für Elektrofahrzeuge am effektivsten zu schärfen ist.

Erste Elektromobile ab 2010
Renault und Nissan hatten bereits kürzlich bekannt gegeben, dass eine Serienproduktion von Elektrofahrzeugen ab 2010 geplant ist – und zwar zunächst Nissan-Fahrzeuge für den japanischen und den US-Markt. In den USA soll das US-Unternehmen Project Better Place bis 2011 Aufbau und Betrieb der Infrastruktur mit speziellen Lade- und Batteriewechselstationen organisieren. Nach 2010 sollen der israelische und der dänische Markt folgen. Obwohl es nicht sehr bekannt ist, sind Renault und Nissan keine Elektro-Neulinge. Schon im Jahr 2000 brachte die Allianz ein Elektrofahrzeug namens Hypermini in Japan auf den Markt. Bekannter sind das 2005 vorgestellte Konzeptfahrzeug Pivo mit Elektroantrieb und komplett drehbarer Kabine sowie das Nachfolgermodell Pivo II aus dem Jahr 2007.

Erste Elektro-Erprobungen