Überarbeitete Motoren, Direktlenkung und Facelift für den kompakten Roadster

Mercedes macht den Frischlüfter neu und schickt den Variodach-Roadster SLK geliftet ins Jahr 2008: Rund 650 Komponenten sollen neu entwickelt worden sein. Auffällig ist vor allem der stärker gepfeilte Front-Stoßfänger mit einer geänderten Aufteilung der Kühlluftöffnungen. Auch der Bereich um den Stern wurde prägnanter modelliert.

Wie beim AMG: Dunkle Heckleuchten
Ebenfalls neu gestaltet wurde die Heckpartie. Die Diffusor-Optik im unteren Bereich soll dem Roadster nach hinten einen kraftvolleren Auftritt verpassen. Trapezförmige Auspuffblenden und nach AMG-Vorbild abgedunkelte Heckleuchten setzen das Tüpfelchen aufs Sport-i. Die Außenspiegel wurden mit LED-Blinkern in auffälliger Pfeilform gestaltet, zudem wurde die Spiegelfläche vergrößert. Nahezu vollständig neu ist auch die Palette der Leichtmetallräder.

Neues Dreispeichen-Sportlenkrad
Im Innenraum wurden viele Details umgestaltet. Es gibt ein neues Dreispeichen-Sportlenkrad mit Multifunktionstasten sowie ein neues Kombi-Instrument mit schicken Ringen. Künftig steht die Lederfarbe ,Gullwingrot" zur Verfügung, die an die Innenausstattung des legendären 300 SL Flügeltürers erinnert. Die ebenfalls neue Nappaleder-Ausstattung in ,Naturbeige" soll zu Holzzierteilen in ,Wurzelnuss hell" und ,Esche Maser schwarz" passen.

Verbesserte Audio- und Telematiktechnik
Zum ersten Mal setzt Mercedes-Benz im SLK die neue Audio- und Telematik-Generation NTG 2.5 ein. In jedes Radio integriert sind eine Freisprecheinrichtung mit Bluetooth-Technik und ein neues Media-Interface im Handschuhfach. Dort können mobile Audiogeräte angeschlossen und über das Audiosystem bedient werden. Mit der neuen Telematik-Generation bietet der Hersteller auch erstmals in der SLK-Klasse auf Wunsch das Sprachbediensystem Linguatronic an. Als Sonderausstattung ist ein Logic7-Soundsystem von Harman-Kardon zu haben.

V6: 33 PS mehr als beim Vorgänger
Während im SLK 55 AMG unverändert der bereits bekannte Achtzylindermotor mit 360 PS powert, wurden die anderen Aggregate überarbeitet. Besondere Aufmerksamkeit haben die Ingenieure dem V6-Sportmotor mit Hochdrehzahlkonzept gewidmet, der als erstes im neuen SLK 350 eingebaut wird. Aus unverändert 3.498 Kubikzentimeter Hubraum schöpft er nun 305 PS bei 6.500 Touren, das sind 33 PS mehr als beim Vorgängertriebwerk. Auch das Drehmoment ist um zehn Newtonmeter gewachsen und beträgt nun 360 Newtonmeter bei 4.900 Umdrehungen pro Minute.

Höchstdrehzahl bei 7.200 Touren
Erreicht wurde dieses Ergebnis durch die Anhebung des Drehzahllimits auf 7.200 Umdrehungen. Darüber hinaus kommen eine höhere Verdichtung, ein neues Saugrohr sowie Modifizierungen am Ventiltrieb zum Einsatz. Außerdem wurde dem Aggregat ein kraftvoller Sportmotoren-Sound im Schubbetrieb verpasst. In Kombination mit dem 7G-Tronic-Getriebe gibt die Motorsteuerung zudem beim Zurückschalten automatisch Zwischengas. Das soll nicht nur sportlich klingen, sondern auch die Lastwechselreaktionen reduzieren.

SLK 350: Verbrauch gesenkt
Trotz höherer Leistung soll der Verbrauch des SLK 350 sinken. Mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert, soll er laut Mercedes nun 9,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und damit 1,1 Liter weniger als der Vorgänger. In Verbindung mit der 7G-Tronic soll der Durst bei 9,2 Liter liegen. Das sind 0,9 Liter weniger als beim aktuellen SLK. Durch den verringerten Verbrauch sinkt auch der CO2-Ausstoß um 23 auf 219 Gramm pro Kilometer bei der Automatikversion und beim Schaltgetriebe auf 227 Gramm pro Kilometer. Das entspricht einem Minus von 28 Gramm pro Kilometer.

Vierzylinder-Kompressor: Jetzt 184 PS
Der Vierzylinder-Kompressormotor im SLK 200 hat dank Überarbeitungen 21 PS mehr Leistung und liefert nun 184 PS. Sein Drehmoment stieg von 240 auf 250 Newtonmeter. Dafür sinkt der Verbrauch um 1,0 auf 7,7 Liter pro 100 km. Der CO2-Ausstoß reduziert sich um 27 auf 182 Gramm pro Kilometer. Beim 231 PS starken SLK 280 sinkt der Verbrauch um 0,4 auf 9,3 Liter, der CO2-Ausstoß um 11 auf 220 Gramm pro Kilometer.

Neue Direktlenkung
Ebenfalls neu ist eine Direktlenkung mit variabler Lenkkraftunterstützung. Sie ist beim SLK 55 AMG bereits serienmäßig an Bord. Die Direktlenkung baut auf der bisherigen Parameterlenkung auf und arbeitet rein mechanisch. Kern ist eine neue Zahnstange mit einer raffinierten Verzahnung. Sie sorgt dafür, dass sich die Übersetzung des Lenkgetriebes je nach Lenkeinschlag ändert.

Zahl der Lenkumdrehungen verringert sich
Rund um die Mittellage ist die Lenkung für stabilen Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten indirekt übersetzt. Bereits ab fünf Grad Lenkeinschlag wächst die Übersetzung schnell und die Lenkung wirkt spürbar direkter. Dadurch verringert sich die Zahl der Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag um etwa 25 Prozent. Das bedeutet: Im Stadtverkehr und engen Kurven genügen kleine Lenkbewegungen.

SLK 55 AMG mit optischen Retuschen
Der SLK 55 AMG wird technisch nahezu unverändert weitergebaut und nur mit einigen optischen Retuschen versehen. Eine neue Frontschürze mit schwarz lackierter Querstrebe und seitlichen Luftauslässen sowie abgedunkelten Frontscheinwerfern prägen künftig das Gesicht des AMG-Modells.

Ab 36.503 Euro
Der SLK 200 Kompressor ist ab 36.503 Euro zu haben, der SLK 280 kostet 41.858 Euro, der SLK 350 Sportmotor ist 46.975 Euro teuer und der SLK 55 AMG schlägt mit 69.050 Euro zu Buche. Die Optionspreise, beispielsweise für die neue Direktlenkung, will Mercedes zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Die aufgefrischten SLK-Modelle sind ab April 2008 lieferbar.

SLK: Frisch gemacht