Neue Generation der beiden baugleichen Hochdachkombis deutlich größer

Ganz neu war die Fahrzeugkategorie des Hochdachkombis nicht, als Citroën im Jahr 1996 den Berlingo auf den Markt brachte. Autos wie den Opel Kadett Combo oder die Kasten-Ente gab es bereits davor. Doch seit dem Berlingo gibt es auch für Privatkunden geeignete Varianten mit Fenstern hinten statt nur trister Kastenwagen. Der Berlingo wurde ein Erfolg, sodass die Konkurrenz nachzog: 1998 kam der Renault Kangoo, 2001 der Fiat Doblò. Der Berlingo jedoch ist trotz einer steigenden Zahl von Nachahmern vor dem Kangoo deutscher Marktführer bei den Hochdachkombis. Im Frühjahr 2008 kommt nun ein neuer Berlingo. Der alte soll unter der Bezeichnung Berlingo First im Angebot bleiben.

Jetzt mit herausnehmbaren Fondsitzen
Der ,Neue Berlingo" – so die offizielle Bezeichnung – wird mit rund 4,35 Meter Länge deutlich größer. Im Geräuschkomfort soll er einer Limousine vergleichbar sein, Raumangebot und Ausstattung orientieren sich aber an Vans. So gibt es im Fond versenkbare Scheiben und drei herausnehmbare Einzelsitze in der zweiten Reihe. Das Fahrwerk mit dem gewachsenen Radstand stammt vom C4 Picasso. Bei den Motoren hebt Citroën den 110-PS-Diesel mit Partikelfilter hervor, den es bisher im Berlingo nicht gab.

Deutlich mehr Stauraum und Dreier-Bank vorn
Die Nutzfahrzeugversion des neuen Berlingo setzt auf Ladevolumen, Nutzlast und Variabilität – die Prioritäten gewerblicher Nutzer. Der Laderaum ist deutlich gewachsen: Statt 2,8 gibt es nun 3,3 Kubikmeter Stauraum. Die Nutzlast steigt von maximal 565 auf bis zu 775 Kilo. Mit 1,80 Meter nutzbarer Länge reicht der Platz für zwei Europaletten. Mit dem optionalen Extenso-Fahrerhaus ist das Ladevolumen sogar auf 3,7 Kubikmeter erweiterbar und kann Gegenstände bis zu drei Meter Länge aufnehmen. Außerdem kann ein dritter Vordersitz geordert werden, und auch Berganfahrhilfe, höhen- und reichweitenverstellbares Lenkrad und ESP sind verfügbar. Zu den Preisen und den übrigen Daten macht Citroën noch keine Angaben. Den alten Berlingo gab es bisher ab etwa 15.000 Euro. Nach Abzug des bei Citroën üblichen Aktionsrabatts von nicht weniger als 5.500 Euro blieb das Einstiegsmodell unter 10.000 Euro.

Partner nach wie vor baugleich
Baugleich mit dem Berlingo ist nach wie vor der Partner vom Konzerngenossen Peugeot, der sich allerdings deutlich schlechter verkauft. Im ersten Halbjahr 2008 erlebt auch dieses Auto nun seine Neuauflage. Der Partner kam zeitgleich mit dem Berlingo im Jahr 1996 auf den Markt. Auch hier gibt es eine verglaste Variante für Privatkunden sowie einen Kastenwagen für Unternehmer. Mit 4,38 Metern ist der Partner 26 Zentimeter länger geworden. Wie der Berlingo bietet er als leichtes Nutzfahrzeug ein Ladevolumen von bis zu 3,3 Kubikmetern, und auch die Laderaumlänge ist mit 1,80 Meter identisch. Die maximale Nutzlast liegt mit 850 Kilo etwas höher. Wie beim Berlingo lässt sich der Laderaum erweitern: Auf der neuen Multi-Flex-Doppelsitzbank haben drei Insassen in der ersten Reihe Platz.

Freizeitvarianten Tepee und Escapade
Die Privatkundenversion trägt beim Partner den Namen Tepee. Sie kann im Fond mit drei herausnehmbaren Einzelsitzen ausgestattet werden. Überdies sorgt ein neues Multifunktionsdach optional für besonders große Helligkeit im Innenraum. Außerdem ist eine Outdoor-Version namens Escapade vorgesehen, die von der Gestaltung her an Offroad-Fahrzeuge erinnert. Wie beim Berlingo wird es die alte Version weiter geben, und zwar unter der Bezeichnung Origin. Zu den Preisen und den eingesetzten Motoren teilt Peugeot noch nichts mit.

Bildergalerie: Größere Hochdachkombis