Konzeptauto liefert Vorgeschmack auf die neue Volvo-Mittelklasse

Wachablösung im hohen Norden: Im Jahr 2010, also nach exakt zehn Jahren Bauzeit, wird Volvo die nächste Generation der Mittelklasse-Limousine S60 präsentieren. Einen Ausblick auf den Neuen gewährt der Hersteller aber schon deutlich früher: Auf der Detroit Motor Show (17. bis 25. Januar 2009) geben die Skandinavier mit der S60-Studie einen Vorgeschmack auf das kommende Serienmodell.

Klassik trifft Moderne
Das kaffeebraune Konzeptfahrzeug vereint Elemente des traditionellen, kantigen Volvo-Stylings mit modernen, fließenden Formen. Der massive, fast senkrechte Kühlergrill erinnert an das eckige Design der Vergangenheit, wird allerdings von organisch geformten Leuchten eingerahmt. Die Flanken mit ihren scharf gezeichneten Linien und konkaven Formen wirken ebenso modern wie die sanft abfallende Dachlinie, die dem S60 den schwer angesagten Coupé-Look verleiht. Trotz fehlender B-Säulen ist der Schwede jedoch kein echtes Coupé, denn er kommt mit vier Türen daher. Deren futuristische Konfiguration dürfte der Studie vorbehalten bleiben: Während das vordere Paar konventionell öffnet, sind die hinteren Luken lediglich über einen Arm an der Karosserie befestigt und schwenken beim Öffnen nach hinten und außen weg.

Sci-Fi-Interieur
Typisch Konzeptauto: Wie üblich ist der Innenraum derart spacig geraten, dass eine Übernahme der abgefahrenen Details in die Kundenversion unmöglich erscheint. Das konsequent auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit könnte aber durchaus in der Serie Einzug halten. Die vielleicht wichtigste Innovation der S60-Studie ist allerdings ein brandneues Sicherheitssystem zur Vermeidung von Unfällen mit Fußgängern. Die Weiterentwicklung des ,City Safety"-Assistenten aus dem XC60 überwacht per Radar und Kamera die Umgebung des S60 und leitet selbstständig eine Vollbremsung ein, falls ein Fußgänger vor die Fahrzeugfront tritt. Volvo spricht davon, dass der elektronische Helfer bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h einen Zusammenprall komplett verhindern kann – darüber kann das System immerhin die Aufprallgeschwindigkeit auf ein Minimum reduzieren.

Downsizing in Aktion
Rücksichtsvoll zu Fußgängern, rücksichtsvoll zur Umwelt: Als Kraftquelle haben die Schweden einen 1,6-Liter-Turbobenziner auserkoren. Ein Volvo-Novum ist die Benzindirekteinspritzung, die ab 2009 in der Serie zum Einsatz kommen wird. Das S60-Aggregat leistet 180 PS und soll sich mit 5,0 Liter auf 100 Kilometer zufrieden geben. Somit fallen auch die Emissionswerte günstig aus: Gerade mal 119 Gramm CO2 soll der Motor pro gefahrenem Kilometer in die Umwelt pusten.

Bildergalerie: Volvo S60 Concept