Roadster kommt 2009 mit Sechszylinder-Motoren

Stoff oder Stahl: Die Verdeckfrage entzweit die Cabriofreunde. Ein Stoffdach nimmt weniger Platz weg, dafür bietet ein Stahldach mehr Komfort. BMW setzt bei der Neuauflage des Z4 auf eine variable Mütze aus Aluminium, um Roadster und Coupé in einem Modell zu vereinen.

Zuwachs für den Innenraum
Der neue Z4 legt besonders in der Länge zu. Hier erfolgte ein Zuwachs von 15 Zentimetern auf jetzt 4,24 Meter. Bei der Breite (1,79 Meter) und der Höhe (1,29 Meter) blieben die Abmessungen erhalten. Der Radstand des neuen Z4 wurde um 5 Millimeter größer und beträgt nun 2,50 Meter. Die Bayern versprechen Zuwächse bei Kopf-, Schulter- und Ellenbogenfreiheit. Um 26 Millimeter verlängerte Türausschnitte erleichtern den Zugang bei geschlossenem Dach. Charakteristische Designmerkmale sind die flache, breite Niere, die weit über die Radhäuser ragende Motorhaube, schwarze A-Säulen sowie seitliche Kiemen mit integrierten LED-Blinkleuchten.

Heckpartie mit LED-Rückleuchten
Speziell die Rückansicht des Z4 setzt im Gegensatz zum Vorgängermodell auf mehr Rundungen. Die horizontale Ausprägung der Linien und Flächen betont die Breite des Hecks. Dazu tragen auch die schmalen Heckleuchten mit LED-gespeisten, dreidimensionalen Lichtbänken bei. Besonders markant ist der bürzelartige Spoiler, der als Abrisskante dient.

Verwandlung in 20 Sekunden
Die zweiteilige Dachkonstruktion des Hardtops ist in Aluminium-Schalen-Leichtbauweise ausgeführt. Sie lässt sich per Knopfdruck innerhalb von 20 Sekunden öffnen und schließen. Durch die kompakte Ablage der beiden Dachelemente beträgt das Kofferraumvolumen zwischen 180 und 310 Liter. Optional ist eine Durchreiche, etwa für Golftaschen, erhältlich. Die Heckscheibe des Hardtops ist elektrisch beheizbar, die vier Seitenfenster des Z4 können individuell versenkt werden. BMW verspricht insgesamt eine im Vergleich zum Vorgänger um 14 Prozent verbesserte Rundumsicht.

Erstmals iDrive-System im Roadster
Erstmals kommt in einem BMW-Roadster das Bediensystem iDrive zum Einsatz. Es ist Bestandteil des optionalen Navigationssystems Professional mit 8,8 Zoll großem Bildschirm. Eine zusätzliche Funktion ist die Festplatte, auf der 15 Gigabyte mit Musik bespielt werden können. Hinzu kommt die Möglichkeit der uneingeschränkten Internetnutzung. Zur Serienausstattung jedes Z4 zählen eine Klimaanlage, ein CD-Radio, Bi-Xenon-Scheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die beiden stärkeren Varianten weisen zusätzlich eine Lederausstattung auf.

Neue Modellbezeichnungen
Eine weitreichende Änderung betrifft die Nomenklatur des Z4. Beim neuen Modell wird der Motorenbezeichnung der Begriff ,sDrive" vorangestellt. Nach Auskunft von BMW sollen damit die roadsteraffinen Besonderheiten des Z4 wie die hohe Agilität herausgestellt werden. Zunächst kommt der Titel ,sDrive" nur beim Z4 zum Einsatz, er könnte aber zukünftig auch bei anderen sportlichen Modellen zum Zuge kommen.

Die Motoren: Sechs sells
Zum Marktstart wird der neue Z4 zunächst ausschließlich mit drei Reihen-Sechszylinder-Benzinern angeboten, deren Leistungsspektrum von 204 bis 306 PS reicht. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig eine Sechsgang-Schaltung. Der Motor im BMW Z4 sDrive23i stellt aus 2,5 Liter Hubraum ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter bereit. Die Beschleunigung auf Tempo 100 soll er in 6,6 Sekunden bewältigen, die Spitze geben die Bayern mit 242 km/h an. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 8,5 Liter auf 100 Kilometer.

Viel Technik unter der Haube
Sowohl der 23i als auch sein nächstgrößerer Bruder, der 30i, arbeiten mit Valvetronic und Doppel-Vanos. Die Valvetronic regelt den Ventilhub der Einlassventile, während Doppel-Vanos für die Spreizung der Ein- und Auslassventile zuständig ist. So gerüstet, holt der 30i aus drei Liter Hubraum 258 PS und ein Drehmoment von 310 Newtonmeter. 100 km/h sind nach 5,8 Sekunden erreicht, die Spitze wird elektronisch bei 250 km/h abgeregelt. Für beide Aggregate ist eine Sechsgang-Automatik mit manueller Eingriffsfunktion erhältlich.

Topmodell mit 306 PS
Bis zum Erscheinen des Z4 M-Modells mit dem Achtzylinder aus dem BMW M3 ist der Z4 sDrive35i das Spitzenmodell der Baureihe. In ihm kommt ein doppelt aufgeladener Sechszylinder mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz. Der Twin-Turbo soll für ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter zwischen 1.300 und 5.000 Touren sorgen. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt in 5,2 Sekunden. Noch eine Zehntelsekunde schneller gelingt die Übung mit dem optionalen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei allen drei Motoren kommt die ,EfficientDynamics"-Strategie von BMW zum Tragen. Dazu zählen unter anderem Bremsenergie-Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige und intelligenter Leichtbau.

Sportfahrwerk gegen Aufpreis
Für besseren Fahrbahnkontakt ist gegen Aufpreis das adaptive M-Sportfahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern erhältlich. Es ist mit einer Fahrzeugtieferlegung um zehn Millimeter verbunden und soll noch präziser auf Lenkmanöver reagieren. Zudem bietet es die Möglichkeit, die Kennlinie, anhand derer das Sportfahrwerk die Dämpferkraft variiert, zu beeinflussen. Per Wippenfunktion kann der Fahrer aus drei Programmen wählen.

Premiere in Detroit
Nicht nur optisch und technisch, auch in Sachen Produktionsstandort gibt es einen Wechsel beim Z4. Er wird nun nicht mehr in Spartanburg (USA), sondern in Regensburg produziert. In den USA werden zukünftig nur noch X-Modelle gefertigt. Die Weltpremiere des neuen Roadsters findet Mitte Januar 2009 auf der Detroit Motor Show statt. Der Verkaufsstart erfolgt pünktlich zur Cabriosaison am 9. Mai 2009. Das Einstiegsmodell, der Z4 sDrive 23i, wird dann für 35.900 Euro zu haben sein. Für den 30i sind 42.900 Euro zu überweisen und für den 35i verlangen die Bayern die Summe von 47.450 Euro.

Neuer BMW Z4