Mehrere neue Hybridmodelle stehen in den Startlöchern

Eine wirkliche Festtagsstimmung will in der Automobilindustrie zurzeit nicht aufkommen. Auch Honda bleibt von der Krise nicht unberührt: Zwar sank der Fahrzeugabsatz in Deutschland im November 2008 ,nur" um sieben Prozent, doch in Japan steht man im Zentrum eines Orkans. Dort wird die Zahl der in diesem Jahr verkauften Neuwagen auf das Niveau von 1977 sinken.

Umwelttechnik statt Sportwagen
Daher verwundert es auch nicht, dass Honda bekannt gab, die Gewinnprognose um 69 Prozent auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro senken zu müssen. Gleichzeitig gab Honda-Präsident Takeo Fukui bekannt, den Schwerpunkt auf die Entwicklung effizienter und sparsamer Fahrzeuge zu legen. Eine Folge ist die Einstellung der Entwicklung eines NSX-Nachfolgers mit V10-Motor. Nach Auskunft von Honda Deutschland handelt es sich allerdings um ein Aussetzen der Arbeit. Da das Fahrzeug fast fertig ist, sei nicht auszuschließen, dass man es später auf den Markt bringen werde. Ein weiterer Punkt ist der sofortige Ausstieg aus der Formel 1. Im Gegenzug sollen innerhalb der nächsten drei Jahre viele neue Modelle mit Hybrid- oder Elektrotechnik auf den Markt kommen.

Hybrid fürs Volk
Den Anfang macht der Honda Insight, der Anfang Januar 2009 vorgestellt wird und ab April 2009 in Deutschland zu haben ist. Zu den Preisen schweigt sich Honda noch aus, diese sollen aber unterhalb derer des Civic Hybrid liegen. Die Hybridpalette ergänzen Ende 2010 die Serienversion des CR-Z Concept und ab 2011 eine Hybridversion des Jazz. Außerdem soll in den nächsten zwei Jahren ein Elektro-Motorrad auf den Markt kommen. Gleichzeitig entwickeln die Japaner kleine Dieselmotoren speziell für den boomenden Kleinwagenbereich.

Joint-Venture im Batteriebereich
Angedacht sind auch Adaptionen der Hybridtechnologie für den Mittel- und Oberklassebereich. Die Elektromotoren-Produktion für Hybridfahrzeuge soll auf 250.000 Antriebe pro Jahr ausgebaut werden. Hinsichtlich der Entwicklung und Produktion moderner Lithium-Ionen-Akkus hat Honda mit dem japanischen Hersteller GS Yuasa ein Abkommen unterzeichnet. Es sieht die Gründung eines gemeinsamen Joint-Venture-Unternehmens bis zum Frühling 2009 vor. An der noch namenlosen Firma hält Honda 49 Prozent der Anteile, die restlichen 51 Prozent sind im Besitz von GS Yuasa. In der nahe Tokio geplanten Fabrik sollen Akkus produziert werden, die auf der von GS Yuasa entwickelten Lithium-Ionen-Batterie des Typs EH6 basieren.

Honda setzt auf Öko-Autos