Die frische Hoffnung der Rüsselsheimer feiert in London Weltpremiere

Der große, in 45 Meter Höhe hängende Container sieht aus wie ein Castor-Behälter für radioaktive Abfälle. Urplötzlich fällt aus seinem Inneren der neue Opel Insignia. Von vier Stahlseilen gehalten, stürzt sich Opels Mittelklasse-Hoffnung auf die Erde und wird kurz vor dem Plopp sanft abgebremst. Hinter dem Wagen leuchtet die Tower Bridge in der Sonne. Und da dieses Themse-überspannende Wahrzeichen von London unerwarteter Weise elf Jahre jünger ist als beispielsweise die Brooklyn Bridge, passt die Brücke vielleicht ganz gut zu Opels Weg in eine neue Zukunft.

Kein neuer Vectra
Opel Marketingchef Alain Visser ist eins ganz wichtig: ,Der Insignia ist kein neuer Vectra. Der Wagen ist ein komplett neues Auto, das Opel in ein neues Zeitalter führt." Nicht umsonst ist der Insignia das erste Fahrzeug aus Rüsselsheim, welches das neu gestaltete Markenemblem tragen darf. Quasi wird uns Opel so als beinahe neue Marke präsentiert.

Wer will, kann jetzt zuschlagen
Mit der Premiere des Insignia ist dieser als Stufen- und Fließheck-Variante in Deutschland bestellbar. Die Schaltung arbeitet – egal ob manuell oder automatisch – immer mit sechs Gängen. Auch sonst verspricht Opel jede Menge ausgefuchster technischer Raffinessen für den Neuen. Durch ein Kamera-System namens ,Opel-Auge" soll das Fahrzeug sehen können und eine spezielle Scheibenwischer-Düse mit beheiztem Extratank ist für das Enteisen der Windschutzscheibe zuständig. Aber Visser weiß: ,Das Wichtigste bei einem Auto ist das Design". Und damit könnte Opel richtig liegen. Der Insignia macht sich gut neben den hübschen Streicherinnen der in England angesagten Frauencombo ,Bond", die mit einer stimmigen Melodei den Insignia auf der Erde willkommen heißt. Verkaufsstart des neuen Hessen ist Dezember 2008, die Preise hat Opel noch nicht herausgerückt.

Bildergalerie: Weltpremiere für Insignia