Trio: 300 PS starker Ford Focus RS, sparsamer Fiesta ECOnetic und Fiesta Sport

Von sparsamen bis sportlichen Modellen reicht der Neuheiten-Reigen von Ford auf der British International Motor Show in London (23. Juli bis 3. August 2008). Neben dem immer noch recht frischen SUV Kuga hat Ford einen 300 PS starken Focus RS mit in die britische Metropole gebracht, einen sparsamen Fiesta ECOnetic und den neuen Fiesta Sport.

Comeback des Focus RS
Besonders interessant ist das Comeback des Focus RS – nicht nur wegen der Aufsehen erregenden Farbe des Ausstellungsstücks, dessen leuchtendes Metallic-Grün das klassische Le-Mans-Grün des Ford Escort RS1600 aus den 70er-Jahren neu interpretiert. Auch die Fahrleistungen des von einem 2,5 Liter großen Turbomotor angetriebenen Serienwagens machen an: Der 300 PS starke Fronttriebler stürmt dank neu entwickelter ,Revo"-Vorderachse und mit "Quaife"-Differenzialsperre in weniger als sechs Sekunden von null auf 100 km/h. Die Vorderachse basiert auf dem McPherson-Federbein-Layout des Focus. Sie reduziert aber in Kombination mit einer Drehmoment orientiert arbeitenden Quaife-Differenzialsperre Antriebskräfte, die auf die Lenkung einwirken. Damit soll ein typisches Manko leistungsstarker, üppig bereifter Fronttriebler auf unebenen Fahrbahnen oder Straßen mit ungleichmäßig verteilter Haftreibung vermieden werden.

RS-Markteinführung: Ab Anfang 2009
Das auf der London Motor Show vorgestellte Modell entspricht bereits weitgehend der späteren Serienversion des Ford Focus RS, auch wenn im Rahmen der anhaltenden Entwicklungsarbeit bis zum Produktionsbeginn noch Details geändert werden können. Die Markteinführung des Focus RS ist für Anfang 2009 vorgesehen.

Fiesta ECOnetic: Unter 100 g/km CO2
Mit Messwerten der anderen Art will der neue Fiesta ECOnetic überzeugen: Der in Köln produzierte Kleinwagen begnügt sich mit einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von 3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 98 Gramm pro Kilometer. Nach den ECOnetic-Versionen der Baureihen Focus und Mondeo unterbietet das kleinste Modell der Spar-Familie als erstes Serienfahrzeug von Ford die Schallmauer von 100 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Ende 2008 rollt der Fiesta ECOnetic zu den deutschen Händlern.

Vielfältige Detailmodifikationen
Die niedrigen Emissionen und der geringe Verbrauch des Kleinwagens basieren auf umfangreichen Detailmodifikationen: So profitiert die Aerodynamik des drei- und fünftürigen Modells von einer tiefergelegten Karosserie und speziellen Deflektoren im Heckbereich. Der 1,6 Liter große, 90 PS starke TDCi-Vierzylinder erhielt eine Kraftstoff sparende Motoreinstellung. Eine Schaltanzeige in der Instrumententafel weist den Fahrer auf den optimalen Zeitpunkt für den Gangwechsel hin. Leichtlaufreifen verringern den Rollwiderstand, und ein besonderes Getriebeöl reduziert die innere Reibung des Getriebes. Dieses weist zudem eine längere Gesamtübersetzung auf, welche die Drehzahl senkt.

Fiesta Sport: Ab Anfang 2009
Als weiterer Neuzugang ergänzt der Fiesta Zetec S die Londoner Premierenformation. Anfang 2009 kommt er als Fiesta Sport nach Deutschland. Ihn kennzeichnen 16-Zoll- Fünfspeichen-Leichtmetallräder, Nebelleuchten, Hauptscheinwerfer im ,Projektionslinsen-Design", besonders gestaltete Stoßfänger vorn und hinten, entsprechend abgestimmte Seitenschweller und ein großer Heckspoiler. Das Interieur des Fiesta Sport wird von der kontrastreichen Innenausstattung inklusive Lederlenkrad ebenso geprägt wie von stärker konturierten Sportsitzen. Sie sollen das spezielle ,Cockpit"-Ambiente unterstreichen, das auch von der im Vergleich zum Vorgänger um 30 Millimeter niedrigeren Sitzposition profitiert.

Sport mit zwei Motoren
Zwei Antriebe stehen zur Wahl: Der 120 PS starke Ti-VCT-Benzinmotor beschleunigt in 9,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,9 Liter Super pro 100 Kilometer und CO2-Emissionen von 139 Gramm pro Kilometer unterbietet diese sportliche Fiesta-Version die Werte des um 20 PS leistungsschwächeren Vorgängers. Alternativ ist auch ein 1,6-Liter-TDCi-Motor erhältlich. Er kombiniert 90 PS mit einem maximalen Drehmoment von 204 Newtonmeter, das bei 1.750 Umdrehungen zur Verfügung steht. Dank dieser Durchzugskraft steht er seinem Benziner-Zwilling in puncto Sprintzeit auf Tempo 100 in nichts nach. Der Durchschnitts-Verbrauch beläuft sich auf 4,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer, die CO2-Emission betragen 110 Gramm pro Kilometer.

Bildergalerie: Ford-Trümpfe in London