Serienversion soll Verbindung zwischen Tradition und Moderne schaffen

Chevrolet belebt einen Klassiker wieder: Sechs Jahre nach Produktionsende haben die Amerikaner jetzt die Serienversion des neuen Camaro vorgestellt. Die Neuauflage erinnert stark an den Ur-Camaro von 1967, unter der Karosserie kommt jedoch neueste Technik zum Einsatz.

Vorgeschmack bereits 2006
Einen Vorgeschmack auf das Serienmodell gab Chevrolet bereits Anfang 2006 mit der Präsentation eines Concept Cars in Detroit. Ein Jahr später gab es an selber Stelle eine Cabriostudie zu bestaunen. Die endgültige Variante unterscheidet sich nur in Details von diesen beiden Konzeptautos. Die lange Motorhaube und das kurze Heck verleihen dem neuen Camaro klassische Proportionen. Die muskulös wirkenden Kotflügel mit Kiemen und die fließende Linie der Windschutzscheibe vermitteln hingegen einen dynamischen Auftritt. Räder stehen in den Größen 18-, 19- oder 20-Zoll zur Verfügung.

In den USA mit V6- oder V8-Maschine
Der heckgetriebene Camaro kommt in den USA mit zwei Benzin-Direkteinspritzern auf den Markt. Das Sechszylinder-Triebwerk mit 3,6 Liter Hubraum leistet 305 PS und entwickelt ein Drehmoment von 366 Newtonmeter. Die Sportversion wird von einem 6,2-Liter-V8-Motor mit 428 PS und 553 Newtonmeter Drehmoment angetrieben. Alle Modelle verfügen wahlweise über ein manuelles oder ein automatisches Sechsgang-Getriebe. Serienmäßig gibt es ein Bremssystem mit vier innen belüfteten Scheiben, die Sportversion erhält zusätzlich Vierkolben-Bremssättel. Ebenfalls zur Grundausstattung gehören eine Stabilitäts- und eine Traktionskontrolle sowie sechs Airbags.

Retrodesign auch im Innenraum
Im Innenraum wird die Verbindung aus Tradition und Moderne fortgesetzt. Das Cockpit mit Rundinstrumenten erinnert an die Camaros früherer Jahre. Für die Mittelkonsole ist optional eine Instrumenteneinheit verfügbar, die es in ähnlicher Form bereits im 1969er-Camaro gab. Hier werden die Öltemperatur, der Öldruck, der Ladezustand der Batterie sowie die Temperatur des Getriebeöls angezeigt. Ein gegen Aufpreis erhältliches Ambiente-Beleuchtungspaket in LED-Technik für das Fahrzeuginnere setzt dazu einen modernen Kontrast. Alternativ zu den serienmäßigen Stoffpolstern können auch beheizbare Ledersitze bestellt werden.

In den USA 2009, in Europa 2010 erhältlich
Auch einige neue Technologien werden für den Camaro angeboten und sollen für mehr Komfort sorgen. Dazu gehören eine Bluetooth-Schnittstelle für Mobiltelefone, ein Audiosystem mit USB-Schnittstelle und ein ferngesteuertes Startsystem. Auch ein Parkassistent soll noch folgen. In den USA rollt der Camaro im ersten Quartal 2009 zu den Händlern. Auf den europäischen Markt soll der Sportwagen im Jahr 2010 kommen. Mit welchen Motorisierungen, Ausstattungen und Optionen er dann hierzulande angeboten wird, steht momentan jedoch noch nicht fest.

Wiederbelebt: Camaro