Öko-Limousine kommt im Frühjahr 2009 auf den US-Markt

Die Gegensätze auf dem Messestand von Ford auf der diesjährigen Detroit Auto Show (17. bis 25. Januar 2009) könnten kaum größer sein: zum einen der Shelby-Mustang GT500 mit 547 PS Leistung, zum anderen der neue sparsame Ford Fusion Hybrid. Zusätzlich verspricht das Unternehmen noch die Präsentation weiterer Modellneuheiten, darunter eine ,aufsehenerregende Studie".

Unauffällige Optik
Trotz der Namensgleichheit hat der US-Fusion nichts mit dem europäischen Hochdachkombi zu tun. Der Fusion Hybrid kommt im unauffälligen Gewand einer Mittelklasse-Limousine daher, soll aber laut Ford den ,Aufbruch" in eine besonders umweltgerechte Zukunft einläuten. Angetrieben wird das Modell von einer Kombination aus einem Elektromotor und einem Vierzylinder-Benziner mit 2,5 Liter Hubraum. Der Verbrennungsmotor unter der Haube leistet 155 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 184 Newtonmeter, während der Elektromotor 78 Kilowatt bereitstellt. Die Kraftübertragung übernimmt eine stufenlose, elektronisch geregelte Automatik.

Leistung aus dem Akku
Für die Energie im reinen Elektrobetrieb sorgen Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), die laut Ford im Vergleich zu bisher vom Unternehmen eingesetzten Systemen eine um 20 Prozent höhere Leistungsfähigkeit aufweisen. Zudem sollen sie mit einer höheren Arbeitstemperatur als zuvor betrieben werden können. Für die Kühlung kommt die Luft des Innenraums zum Einsatz. Ihre Energie beziehen die Akkus durch das regenerativ funktionierende Bremssystem, das mit einer Effizienz von 96 Prozent arbeitet.

Die sparsamste Mittelklasse-Limousine der USA
Offenbar als Seitenhieb auf die Konkurrenz à la Toyota Prius weist Ford darauf hin, dass im reinen Elektrobetrieb eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 76 km/h (47 mph) möglich ist. Dadurch könne der Fusion Hybrid auch im Überlandverkehr gewinnbringend eingesetzt werden. Mit einem innerstädtischen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Liter auf 100 Kilometer und 6,5 Liter im Autobahnbetrieb soll der Spezial-Fusion die sparsamste Mittelklasse-Limousine der USA sein. Die Reichweite für den rund 4,80 Meter langen Viertürer beziffert der Hersteller auf über 1.100 Kilometer.

Fahren lernen mit Ford
Im Cockpit des Fusion Hybrid finden sich diverse technische Helferlein wie zum Beispiel die so genannte ,EcoGuide"-Funktion. Sie besteht aus zwei Flüssigkristall-Farbanzeigen links und rechts des Tachos und informiert über wichtige Parameter des Hybridantriebs wie die Ladesituation der Batterien oder Verbräuche. Außerdem gibt es eine ,Tutorial"-Option, die den Fahrer zu umweltgerechter Fortbewegung animieren soll. Als Anreiz werden die Erfolge in Form von Weinreben grafisch umgesetzt: Je sparsamer gefahren wird, desto mehr sprießen die Blätter. In Nordamerika kommt der Ford Fusion Hybrid im Frühjahr 2009 auf den Markt. Der US-Preis liegt bei 27.270 Dollar, umgerechnet sind das knapp 20.000 Euro.

Hybrid auf amerikanisch