Der Supersportwagen mit Bioethanol-Antrieb feiert Premiere in Detroit

Die Diskussion um CO2-Ausstoß und Erderwärmung ist nach wie vor im Gange. Viele Automobilhersteller produzieren mindestens ein Aggregat mit umweltfreundlicher Technik. Nun legt auch Ferrari nach und präsentiert auf der Auto-Show in Detroit, vom 19. bis 27. Januar 2008, einen Bioethanol-Prototyp auf der Basis des Supersportwagens F430 Spider.

Öko-Flitzer
Auf einer Ferrari-Konferenz in Maranello im Juni 2007 wurde beschlossen, den Fokus auf weniger Kraftstoffverbrauch und niedrigeren CO2-Ausstoß zu setzen. Das Ergebnis ist unter anderem der Prototyp F430 mit E85-Antrieb. Die Italiener nehmen das wachsende Interesse der amerikanischen Bevölkerung an alternativen Antrieben zum Anlass, die Bioethanol-Studie vorzustellen.

Mehr Leistung und weniger CO2-Ausstoß
Im Falle F430 Spider Bioethanol wurden verschiedene Veränderungen vorgenommen, damit der Motor E85 verbrennen kann. Die elektronische Motorsteuerung, wurde beispielsweise so konzipiert, dass zwei verschiedene Kraftstoffe von der gleichen Anlage mit dem gleichen Kompressionsverhältnis verwendet werden können. Ferrari will durch die Verwendung von E85 und durch die Modifikationen im Fahrzeug die Motorenleistung sogar verbessert haben. So soll die Leistung des Ökoflitzers ohne Verringerung des Gewichts von 490 auf 500 PS ansteigen und der CO2-Ausstoß um fünf Prozent vermindert werden.

Kritik am Biosprit
Jetzt springt auch Ferrari auf die Öko-Welle, doch der Biosprit ist keine bedenkenlose Lösung. Kritikpunkte wären der Raubbau an der Natur: In Ländern wie Malaysia oder Brasilien werden permanent und dauerhaft Urwälder für Biokraftstoff gerodet. Außerdem werden Böden und Grundwasser durch den Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden belastet.

Bildergalerie: Öko-Ferrari in Detroit