Studie auf der Detroit Auto Show weist in die Zukunft

Im Jahr 2004 kam der Mercedes CLS auf den Markt und entpuppte sich aus dem Stand heraus als Bestseller. An diesen Erfolg möchten die Ingolstädter zukünftig mit dem A7 teilhaben. Wie die Mischung aus Limousine, Coupé und Kombi aussiehen wird, zeigt auf der Detroit Auto Show vom 17. bis zum 25. Januar 2009 die Studie Sportback concept.

Fließende Form
Das Konzeptfahrzeug ist mit einer Länge von 4,95 Meter elf Zentimeter kürzer als ein aktueller Audi A8, dafür mit 1,89 Meter rund vier Zentimeter schmaler als dieser. Betont flach gehalten ist das Fensterband des Sportback concept, der vier rahmenlose Türen besitzt. Mit 1,40 Meter ist das Auto vier Zentimeter niedriger als ein A8. Markante Designmerkmale der Studie sind LED-Leuchten an Front und Heck sowie Außenspiegel, die laut Hersteller von den nach oben geneigten Spitzen moderner Jetflügel, den ,Winglets", inspiriert wurden.

Schickes Innenleben
Neu interpretiert wurde der typische Singleframe-Grill. Beim Sportback concept wurde auf vertikale Streben verzichtet, die geringe Gesamthöhe soll die sportliche Grundproportion der Fahrzeugfront betonen. Im Innenraum kommen edle Materialien zum Einsatz: So sind im Cockpit Lüftungsdüsen, Kombiinstrument und der ausfahrbare Monitor des Bediensystems MMI in einem filigranen Aluminiumträger zusammengefasst. Der flache Bildschirm fährt zunächst horizontal aus einem Schacht oberhalb des zentralen Lüftungsgitters heraus, um sich dann in einem Bogen in eine vertikale Position zu bewegen. Applikationen aus Eichenholz und Klavierlack werten das Interieur auf.

Sauberer Diesel an Bord
Unter dem eleganten Heck befindet sich ein Kofferraumvolumen von 500 Liter. Der Antrieb erfolgt durch einen besonders sauberen Selbstzünder namens 3.0 TDI ,clean diesel", der ab 2009 in den USA und Europa angeboten wird. Das Aggregat arbeitet mit einem Einspritzdruck von 2.000 bar und Brennraumsensoren, die eine noch präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor ermöglichen. Ein nachgeschaltetes Abgasreinigungssystem reduziert die Stickoxidemissionen des Sechszylinders um bis zu 90 Prozent. Hierzu wird AdBlue genutzt, eine biologisch abbaubare wässrige Zusatzlösung.

Viel Drehmoment
Der saubere Selbstzünder kommt auf eine Leistung von 225 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment. In Verbindung mit dem Siebengang-Direktschaltgetriebe S tronic soll der knapp 1.800 Kilogramm schwere Viertürer in unter sieben Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 245 km/h. Die Kraft wird über einen permanenten Allradantrieb übertragen.

Umweltfreundlich unterwegs
Im Sportback concept kommen zudem diverse Maßnahmen zur Kraftstoffeinsparung zum Tragen: Hierzu zählen bedarfsoptimierte Nebenaggregate wie Servolenkung, Motorkühlung und Kraftstoffpumpe. Weitere Punkte sind eine Start-/Stoppautomatik und die Energierückgewinnung durch Rekuperation, also die Nutzung der Bremsenergie. Letztere wird bei der Studie an allen vier Rädern durch Keramikbremsen erzeugt. Audi gibt den Verbrauch der Studie mit 5,9 Liter auf 100 Kilometer an, die CO2-Emissionen sollen bei 156 Gramm pro Kilometer liegen.

Dynamisches Fahrwerk
Die Grundstruktur des Fahrwerks stammt aus der A4/A5-Baureihe, neu ist jedoch eine Fünflenker-Vorderachse. Indem die Ingenieure bei der Studie das Differenzial nach vorne und die Kupplung nach hinten rückten, verlagerten sie die Achse um 154 Millimeter zum Bug hin. So soll eine optimale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse gewährleistet sein. Hinzu kommen so genannte CDC-Dämpfer, wie sie bereits im Q7 mit Luftfederung eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um hydraulische Gasdruckdämpfer, deren Modi elektromagnetisch gesteuert werden.

Die Zukunft heißt A7
Auf die zwischen dem A6 und dem nächsten A8 angesiedelte Serienversion namens A7 müssen sich Interessenten noch bis zum Jahr 2010 gedulden. Dann wird der A7 gegen Konkurrenten wie den Mercedes CLS, aber auch den neuen Porsche Panamera antreten. Schon 2009 wird jedoch ein A5 Sportback die Palette der Audi-Modelle mit fließendem Heck ergänzen.

Audi: Ausblick auf den A7