Fahrzeug kommt in der ,Clean Energy Partnership" zum Einsatz

Wie werden die Autos der Zukunft angetrieben? Über diese Frage zerbrechen sich derzeit Ingenieure aller Automobilkonzerne den Kopf. Als eine mögliche Alternative wird der Antrieb mit Wasserstoff erwogen. Auch VW forscht an dieser Technik und stellt als Resultat das Erprobungsfahrzeug Tiguan HyMotion vor.

Erhöhung der Reichweite
Zu den größten Problemen der Brennstoffzellentechnik zählt die geringe Reichweite. Von besonderer Bedeutung ist sie schon allein deswegen, weil von ihr abhängt, wie dicht die Infrastruktur in Sachen Wasserstoff-Tankstellen sein muss. Der VW Tiguan HyMotion wird mit einem Druck von 700 bar betankt. Mit der Technik, die im bisherigen Erprobungsmodell Touran HyMotion verwendet wurde, waren nur 350 bar möglich. Als Resultat fasst der saubere Tiguan 3,2 Kilogramm Wasserstoff, der eine Reichweite von bis zu 250 Kilometer ermöglichen soll.

Die Technik des Tiguan HyMotion
Unter dem Blech des Kompakt-SUVs liefert eine 80 Kilowatt leistende Brennstoffzelle die Energie für den 100 Kilowatt starken Elektromotor. Für Leistungsspitzen kann aus einer Pufferbatterie zusätzliche Energie für das Elektroaggregat bereitgestellt werden. Bei Bremsvorgängen wird Energie in die Pufferbatterie zurückgespeichert.

Brennstoffzellentechnik in der Erprobung
Zum Einsatz kommt der Tiguan HyMotion im Rahmen der ,Clean Energy Partnership", kurz CEP. Es handelt sich dabei um einen internationalen Zusammenschluss der Unternehmen BMW, Berliner Verkehrsbetriebe, Daimler, Ford, GM/Opel, Hamburger Hochbahn AG, Linde, ShellHydrogen, StatoilHydro, Total, Vattenfall Europe und VW. Ziel des auf drei Phasen angelegten Projektes, welches in Berlin stattfindet, ist die technologische Erschließung von Wasserstoff für den Verkehrssektor und die Erprobung auf Alltagstauglichkeit und Systemfähigkeit. Für die im Mai 2008 begonnene Phase II ist bis Ende 2010 ein technisches Update von Fahrzeugen und Infrastruktur sowie die Erprobung der Technik unter Alltagsbedingungen geplant. In der bis Ende 2016 anschließenden Phase III ist die Marktvorbereitung der Wasserstofftechnologie vorgesehen.

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