X-Trail FCV mit Brennstoffzelle fährt auf der Nordschleife neue Bestzeit

Ein 1,3 Millionen Euro teures Auto jagt auf der 20,8 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings Bestzeiten hinterher. Das hört sich nach einem Supersportwagen an. Doch weit gefehlt: Bei dem Millionending handelt es sich um den Prototypen X-Trail FCV von Nissan, welcher auf der ersten Generation des SUVs basiert.

Leistung durch Wasserstoff
Die Besonderheit des X-Trail FCV: Das seriennahe Forschungsfahrzeug bezieht seine Energie aus Wasserstoff. Eine Tankfüllung reicht für bis zu 500 Kilometer, die Leistung des Elektromotors beträgt 90 KiIowatt. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Nissan 158 km/h an. Der in einem doppelwandigen Hochdruckzylinder mit einem Druck von 700 bar untergebrachte Wasserstoff reagiert in den Brennstoffzellen mit Sauerstoff. Die dabei entstehende Kraft wird in elektrische Energie umgewandelt, die das Fahrzeug antreibt. Herstellerangaben zufolge ist die Brennstoffzelleneinheit im Vergleich zum Vorgänger um 40 Prozent kompakter geworden.

Abgasfrei durch die ,Grüne Hölle"
Kürzlich wurde der X-Trail FCV auf die berühmteste, aber auch schwerste Rennstrecke der Welt geschickt: die Nordschleife des Nürburgrings. Passend zur einzigen Emission des FCV, Wasser, gab es am betreffenden Tag Dauerregen. Dennoch ließ sich der Rennfahrer Frank Eickholt nicht davon abhalten, den Prototypen sportlich durch Streckenabschnitte wie ,Brünnchen" oder ,Karussell" zu steuern. Am Ziel stand eine Rundenzeit von 11:58 Minuten zu Buche, laut Nissan die beste Zeit, die ein Brennstoffzellenfahrzeug auf der Rennstrecke jemals erzielt hat. Pilot Eickholt haderte dennoch etwas mit den Wetterbedingungen: ,Wäre die Strecke nicht so nass gewesen, hätte ich noch mehr Schwung aus den Kurven mitnehmen können. 30 bis 40 Sekunden sind daher noch locker drin."

Serienstart in sieben Jahren
Langfristig plant Nissan die Serienfertigung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen: Im Jahr 2015 sollen die ersten Modelle auch Privatkunden angeboten werden. Bis dahin arbeitet man vor allem an der Verbesserung der Langzeithaltbarkeit und Zuverlässigkeit.

Nissan gibt Wasser-Stoff