Marktstart: Beim Coupé Ende 2009, beim Cabrio noch nicht festgelegt

Umweltfreundliche Mobilität und sportliche Fahrdynamik vertragen sich nicht – richtig? Falsch! Wer bislang glaubte, dass nüchterne Hybrid-Modelle wie der Toyota Prius den einzigen Weg zu niedrigen CO2-Emissionen und reinem Umweltgewissen darstellen, muss schon bald umdenken. Exakt ein Jahr nachdem Fisker Automotive auf der Detroit Motor Show 2008 die Studie Karma vorgestellt hat, debütiert nun auf der 2009er-Ausgabe der Messe (17. bis 25. Januar) die Serienversion des viertürigen Sport-Coupés.

Hauptsächlich elektrisch
Dem aktuellen Trend folgend setzt die Fünf-Meter-Flunder auf das ,extended-range"-Konzept: Zwei Elektromotoren an der Hinterachse mit je 150 kW (204 PS) sind für den Vortrieb zuständig und werden von einem Lithium-Ionen-Batteriepack mit Strom versorgt. Im rein elektrischen Betrieb sind die Energiespeicher nach etwa 80 Kilometer leer. Als Reichweitenverlängerer ist aber zusätzlich ein Vierzylinder-Turbobenziner aus dem GM-Regal mit an Bord, der im Sport-Modus als Generator fungiert und Strom ins Bordnetz einspeist. Auf diese Art erreicht der Karma eine maximale Reichweite von knapp unter 500 Kilometer. Komplett emissionsfrei läuft der große Sportwagen also nicht, mit einem Gesamtverbrauch von 2,4 Liter pro 100 Kilometer gibt er sich allerdings deutlich bescheidener als vergleichbare Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb.

Grün, aber nicht lahm
Denn was die Leistung angeht, muss sich der Fisker keineswegs vor der Konkurrenz verstecken: Im Sportmodus geht es in 5,8 Sekunden von null auf 97 km/h und die (abgeregelte) Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 200 km/h. Eine ganz ähnliche Performance dürfte auch das zweite Fisker-Modell liefern, dessen Prototyp in diesen Tagen in Detroit Weltpremiere feierte. Mit dem Karma Sunset stellt Fisker die zweitürige Cabrio-Version des umweltfreundlichen Gran Turismo vor. Formal ähneln sich Blechdach- und Frischluft-Karma stark. Kein Wunder, denn beide wurden von Firmenboss und Autodesigner Henrik Fisker entworfen und erinnern an seine früheren Kreationen wie den Aston Martin V8 Vantage oder den BMW Z8.

Marktstart noch 2009
Wann genau die offene Variante des grünen Sportwagens auf den Markt kommt, ist derzeit noch nicht bekannt. Das Coupé soll hingegen definitiv ab dem vierten Quartal 2009 zu einem Preis von 87.900 Dollar (etwa 66.200 Euro) an die US-Kunden ausgeliefert werden. Auch der Marktstart in Europa wird noch im aktuellen Jahr erfolgen, die Preise wird der Hersteller aber erst auf dem Genfer Autosalon im März 2009 bekannt geben. Erste Verträge mit Importeuren sind schon unter Dach und Fach, allerdings dürften die Interessenten lange Wartezeiten im Kauf nehmen müssen: Laut Fisker liegen bereits 1.000 Vorbestellungen für den Karma vor. Das wiederum bedeute, dass der Wagen, der bei Valmet in Finnland vom Band laufen wird, bis 2010 ausverkauft ist.

Fisker Karma in Detroit